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Bambus-Strategie

Selbstbewusstsein – hier ist oft noch viel mehr drin als man glaubt

Selbstbewussten Menschen kann man den inneren Bamboo regelrecht ansehen. Eine Art innere Stärke scheint sie anzutreiben. Auch Sie können sich auf die Suche nach Ihrer inneren Stärke machen – dem Bewusstsein Ihrer selbst.

Kennen Sie diese Situation: Sie sind auf einer Veranstaltung von Geschäftsfreunden, unter den Geladenen eine strahlende Frau, sie strotzt quasi vor Energie. Da flüstert Ihnen die Stehtischnachbarin, wie groß die Power dieser Unternehmerin ist: „Erfolgreiches Geschäft, zehn Mitarbeiter, Familie. Letztes Jahr hatte sie wohl einige Rückschläge, aber sie hat sich durchgebissen und nicht aufgegeben.“

Und innerlich fragen Sie sich: wie hat sie das gemacht…?

Gemeint ist hier ganz wörtlich das Bewusstsein von uns selbst. Gemeint ist, dass wir uns in unserem Innersten gut auskennen. Für uns alle gilt: In mir selbst finde ich nur Unterstützung und Halt, wenn ich weiß, wer ich bin, was ich kann und welche Bedingungen ich brauche, um zu zeigen, was ich kann. Dann kann ich auch Stärke zeigen, wenn es überall brennt. Dann weiß ich, wann es Zeit für mich wird, eine Pause einzulegen oder im Job um Unterstützung zu bitten oder einem Vorgesetzten klar zu sagen, dass ich eine gestellte Aufgabe nicht übernehmen werde, weil sie nicht meinen Kompetenzen entspricht.

Je besser Sie sich kennen, desto weniger geraten Sie unter Druck, wenn von allen Seiten Anforderungen auf Sie einprasseln. Überdenken Sie Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen hin und wieder gründlich. So werden Sie von äußeren Umständen unabhängig.

Um einen eigenen Weg zu gehen, sollten Sie zuerst einmal wissen, welcher das sein soll. Was sind Ihre Wünsche? Ihre Stärken? Wo soll die Reise für Sie hingehen? Woran glauben Sie und was ist Ihnen wichtig? Je mehr Klarheit Sie über Ihren Weg bekommen, umso leichter fällt es, ihn zu gehen. Je leichter Ihnen das Gehen fällt, umso mehr gewinnen Sie an Stärke. So produzieren Sie Ihre eigene Aufwärtsspirale.

Übung: Die A-N-A-A-Formel

Sie wünschen sich schnell mehr Durchsetzungskraft und wollen schon in der nächsten Situation leichter Ihre Interessen vertreten können? Das funktioniert in nur vier Schritten mit der A-N-A-A-Formel:

Analysieren – Notieren – Auswerten – Anwenden.

1. Analysieren
Finden Sie heraus, welche Aspekte es Ihnen schwer machen, selbstbewusst aufzutreten und souverän für Ihre Interessen einzustehen. Dann wissen Sie auch, wo der Hebel sitzt.

Vergegenwärtigen Sie sich ein Ereignis aus Ihrem privaten oder beruflichen Umfeld, bei dem Sie sich unterlegen gefühlt haben, und beantworten Sie sich folgende Fragen:

  • Was hat dazu beigetragen, dass ich mich nicht so gut durchsetzen konnten, wie ich mir das gewünscht hätte?
  • War ich eher zu passiv oder zu aggressiv?
  • Was war der Auslöser für mein Unterlegenheitsgefühl?

Erinnern Sie sich an weitere Situationen, in denen Sie sich gerne besser durchgesetzt hätten, und fragen Sie sich:

  • Was haben diese Situationen gemeinsam?
  • Gibt es bestimmte „Antitypen“, in deren Umfeld ich mich regelmäßig gehemmt und unsicher fühlen?
  • Welche Kennzeichen (Art der Kleidung, Statussymbole, Sprechart, Ausdrücke, Körpermerkmale, Appelle …) lassen mich leicht „einknicken“?
  • Wie reagiere ich typischerweise darauf: eher mit Passivität oder mit Aggressivität?

Tipp: Wappnen Sie sich gegen Ihre Trigger, indem Sie schon im Vorfeld eine Strategie festlegen. „Was mache ich, wenn ...“ Wenn Sie Ihren „Antityp“ herausgefunden haben, suchen Sie bewusst Orte auf, wo Sie sich genau mit diesem Typus auseinandersetzen müssen.

Im nächsten Aktionsschritt analysieren Sie Ihre Erfolgsstrategie, indem Sie auf positive Situationen fokussieren: Erinnern Sie sich an Umstände, in denen es Ihnen besser gelungen ist, sich durchzusetzen.

  • Was hatten diese gemeinsam?
  • Was konkret hat es mir erleichtert, mich gut durchzusetzen?
  • Wie habe ich zu diesem Erfolg beigetragen? Was habe ich anders gemacht?

Wählen Sie diejenige Situation aus, in der es Ihnen besonders gut gelungen ist, Ihre Interessen zu vertreten, und fragen Sie sich:

  • Was genau hat diesen Erfolg ausgemacht?
  • Welche Unterschiede zu den Negativbeispielen gibt es?
  • Was war mein Anteil daran? (Was hatte ich an, wie habe ich mich bewegt, gesprochen, argumentiert? Wie war ich vorbereitet? Was habe ich zuvor getan?)

2. Notieren
Vermerken Sie diejenigen Erfolgshandlungen schriftlich, die Ihren Anteil am guten Gelingen in Ihren persönlichen Erfolgsbeispielen kennzeichnen.

3. Auswerten
Werten Sie alle künftigen Durchsetzungssituationen aus: Was möchte ich beibehalten, weil ich damit Erfolg hatte? Ergänzen Sie Ihre Liste regelmäßig um zusätzliche Erfolgsfaktoren.

4. Anwenden
Wenden Sie Ihre Erfolgshandlungen in Durchsetzungssituationen an! Sie werden sehen: Schon bald bringt Sie so leicht nichts und niemand mehr aus dem Takt.

(Katharina Maehrlein)


 


 

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