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HandyTicket

Bei Anruf Tram - Ticketbuchung

In Südbaden wird das „HandyTicket“ eingeführt, Datenschutz soll gewährleistet sein. In Freiburg und Südbaden können Busfahrkarten und Straßenbahntickets ab sofort per Handy gekauft werden. Die Freiburger Verkehrsbetriebe VAG und der Regio Verkehrsverbund RVF beteiligen sich an dem bundesweit angebotenen „HandyTicket“ Verfahren, das bereits von verschiedenen Mitgliedern im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen VDV getestet wird.

Das Ticketsystem funktioniert, indem der Fahrgast vor Fahrtantritt per SMS einen Einzel- oder 24-Stunden-Fahrschein bucht. Dazu muss er sich vorher im Internet registrieren. Die Fahrten werden dann monatlich abgerechnet und sind 12,5 Prozent billiger, als wenn man die Einzeltickets am Automaten zieht. Neben dem Verbandsgebiet der RVF können die Kunden, die zur Teilnahme ein Java-fähiges Handy benötigen, auch in anderen Regionen wie dem Ruhrgebiet, dem Raum Hamburg oder in Sachsen mit den „HandyTickets“ Bus und Bahn fahren. „Wir sprechen damit technikbegeisterte, überwiegend jüngere, männliche Kunden an, die keine Monatskarte haben, sondern nur gelegentlich den ÖPNV nutzen“, so RVF Geschäftsführer Michael Vulpius. „Wir glauben, hier einen Vertriebskanal der Zukunft zu testen.“ Nicht einmal Tarifkenntnisse seien nötig, um den passenden Fahrschein zu buchen, man müsse nur Start- und Zielort kennen. Bei einer Fahrkartenkontrolle zeigt man dann statt eines Zettels das Ticket auf dem Handydisplay vor.

Anders als bei dem System „Touch & Travel“, das die Bahn seit einem Jahr testet, soll beim „HandyTicket“ der Datenschutz gewährleistet sein, betont VAG Vorstand Helgard Berger: „Bei unserem System können keine Bewegungsprofile der Kunden erstellt werden, sie senden lediglich ihre Ticketbestellung per Handy, mehr nicht!“ Hintergrund ist, dass das „Touchpoint“ System, das die Bahn in Norddeutschland testet, von Datenschützern kritisiert wurde. Hier muss der Kunde sein Handy am Anfang und Ende der Fahrt für seine Abrechnung an einem Gerät vorbeiführen. Während der Fahrt muss das Handy zudem eingeschaltet bleiben, um die Route und somit die Kosten zu berechnen. Kritiker des Systems haben der Bahn vorgeworfen, dass sie so zu viele Daten über ihre Kunden sammle.

Viel Geld ist mit den neuen Ticketsystemen derzeit noch nicht zu verdienen, bundesweit gibt es erst 34.000 registrierte Kunden, im vergangenen Jahr wurde so lediglich eine Million Euro Umsatz mit 350.000 verkauften Tickets generiert. Rund 65.000 Euro hat man beim RVF in den Aufbau und die Projektphase des „HandyTickets“ investiert. Michael Vulpius geht von einer guten Geldanlage aus: „Wir glauben, dieses System kann sich durchsetzten und dann bundesweit im Verkauf zum Einsatz kommen.“

www.rwww.rvf.de

(Redaktion)


 


 

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