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Volksbank Lahr

Bilanzsumme erstmals über zwei Milliarden Euro

Lahr. Trotz Finanzkrise könne er für das abgelaufene Geschäftsjahr seines Instituts nur Gutes berichten, so Reinhard Krumm, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Lahr Ende Januar vor der Presse. Die Bilanzsumme stieg um 4,1 Prozent auf 2,058 Milliarden Euro und lag damit erstmals jenseits der zwei Milliardenmarke.

Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen wuchsen um 3,4 Prozent auf 1,527 Milliarden Euro. Dabei profitierte die Bank stark von „fresh money“ (40 bis 50 Millionen Euro), das während der Monate Oktober, November und Dezember von anderen Banken an die Volksbank übertragen wurde.

Insgesamt stiegen die Einlagen während der letzten drei Monate um 75 Millionen Euro, viele Kunden schichteten innerhalb der Volksbank Bestände von Wertpapieren und Investmentfonds in Bankeinlagen um. Der Kreditbestand stagnierte bei 1,068 Milliarden. Zwar wurden neun Prozent mehr Kredite vergeben
als im Vorjahr, das Volumen der Kreditgenehmigungen lag jedoch geringfügig niedriger (bei 178 Millionen Euro).

Der Wert des Einzelkredits ist also gesunken. Kredite an Firmen wurden in Höhe von 84,5 Millionen Euro neu gewährt, in den privaten Wohnungsbau gingen 93,5 Millionen Euro. Die Bereitschaft der Volksbank, Kredite zu vergeben, ist laut Krumm derzeit höher als die Nachfrage. Man habe die Richtlinien zur Kreditvergabe nicht verschärft.

Der Umsatz im Wertpapiergeschäft war mit 376 Millionen Euro so hoch wie im Vorjahr, der Wertpapierbestand reduzierte sich aufgrund der Entwicklungen
an den Märkten von 474 auf 442 Millionen Euro. Das Versicherungsgeschäft
lief sehr gut (knapp 80 Millionen Euro Abschlüsse), ebenso das Bausparen (120,4 Millionen Euro).
Bei einem Zinsüberschuss von 34,7 Millionen Euro und einem Provisionsergebnis von 17,9 Millionen Euro, Personalkosten von 25,7 Millionen Euro und Verwaltungsaufwendungen von 11,5 Millionen Euro belief sich das
Ergebnis vor Bewertung auf 15,4 Millionen Euro, das waren knapp drei Millionen Euro mehr als zum Vorjahr.

Krumm führte aus, dass man wenig Probleme beim Risikoergebnis habe. Die Kreditrisiken habe man nach wie vor im Griff und bei den bankeigenen Wertpapieren einen Abschreibungsbedarf von nur einer Million, da man weder Positionen von Lehmann, noch isländische Wertpapiere im bankeigenen Depot habe. Man könne, wie schon immer, die eigenen Wertpapiere zum Niederstwertprinzip bewerten und benötige keine Bilanzierungshilfen.

Das Ergebnis nach Bewertung werde deshalb auch sehr gut sein. Das Eigenkapital könne um sechs bis sieben Millionen dotiert werden und liege dann bei 170 Millionen Euro, der Solvabilitätskoeffizient bei 16,25 Prozent. Der
Vertreterversammlung werde eine Dividende von sieben Prozent vorgeschlagen, die Steuerzahlung dürfte bei vier bis fünf Millionen liegen. Die Volksbank beschäftigt genauso viele Mitarbeiter wie im Vorjahr, nämlich 530, davon sind
42 Auszubildende.

(DIHK)


 


 

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