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Börsen setzten Talfahrt auf Mehrjahrestiefs fort – Bewegungsdynamik nimmt zu

US-Regierung: „Werden systemrelevante Banken am Leben halten“

Die US-Börsen starteten mit einer positiven Note in den Handel. Zunächst hatten Hoffnungen, dass der Staat weitere Beteiligungen, insbesondere bei Banken eingehen wird, für Auftrieb gesorgt. Im weiteren Verlauf setzte sich die Erkenntnis durch, dass damit lediglich die kurzfristige Kapitalausstattung der Unternehmen gestärkt werden kann, das grundsätzliche Problem aber nicht behoben wird. In der Folge drehten die Märkte und kannten nur noch eine Richtung – nach unten. Der Versicherungskonzern AIG soll angeblich erneut mit der Regierung über eine weitere Geldspritze verhandeln, um das kurzfristige Überleben zu sichern. Es wird erwartet, dass das Unternehmen in der kommenden Woche einen Rekordverlust in der kaum vorstellbaren Höhe von 60 Mrd. $ bekannt geben wird. Dies und die Tatsache, dass massiv Technologieaktien über Bord geworfen wurden, beschleunigten die Abwärtsbewegung der US-Leitindizes. Der Dow Jones rutschte auf den tiefsten Stand seit dem Oktober 1997. Der marktbreite S&P 500 notiert mittlerweile auf einem 12-Jahres-Tief. Heute stehen Quartalsberichte u.a. von Health Care REIT, Home Depot, Macy`s, Office Depot, Target, und Wynn Resources auf der Agenda. Auch einige Konjunkturdaten wie z.B. das Verbrauchervertrauen des Conference Board und der Richmond Fed Index werden publiziert. Der Rede von Fed-Chef Ben Bernanke vor dem Kongress wird große Beachtung zu Teil werden.

Zunächst startete der Dax mit einer technischen Reaktion auf die Freitagskursverluste bzw. Bereinigung auf den kleinen Verfalltermin an der Eurex positiv in den Handel. In der Folge wurde ein Tageshoch bei 4.111 Zählern ausgebildet. Im weiteren Verlauf zeigte ich sich der Markt uninspiriert und lustlos, was sich an den bis dahin recht dünnen Handelsumsätzen ablesen ließ. Mit der schwachen Verfassung der Wall Street beschleunigte sich der Abgabedruck und drückte den deutschen Leitindex erneut unter die psychologisch wichtige Unterstützungsmarke von 4.000 Punkten. Damit wurde das Break der genannten Marke unter charttechnischen Gesichtspunkten nochmals bestätigt. Das neue Impulstief generiert ein prozyklisches Verkaufssignal. Entsprechend muss davon ausgegangen werden, dass sich die Kursverluste an den Börsen, abgesehen von Zwischenkorrekturen nach oben, fortsetzen werden. Dieser Eindruck wird auch von der zunehmenden Bewegungsdynamik untermauert. Rechnerische Kursziele bzw. Unterstützungsmarken für den Dax finden sich nun bei 3.721, 3.600 und 3.481 Zählern. Relevante Marken für den Eurostoxx 50 lassen sich bei 1.849, 1.764 und 1.681 Punkten definieren. Heute steht die Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex (10:00 Uhr) auf der Agenda. Die Vorgaben fallen recht unterschiedlich aus. Unter diesem Aspekt ist davon auszugehen, dass sich der Index allenfalls auf niedrigem Niveau stabilisiert hat. Die Lagebeurteilung wird sich hingegen verschlechtert haben.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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