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Finanzierungslücke

Bundesagentur fehlen 50 Milliarden Euro

In den nächsten vier Jahren wird die Bundesagentur für Arbeit tief in die roten Zahlen rutschen. Das berichtet die Frankfurter Rundschau in ihrem Artikel zu einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Ohne Finanzierungshilfen durch den Bund sieht es eng aus für das Amt.

Wie die Zeitung berichtet, rechnet der DGB bei der Bundesagentur bis zum Jahr 2013 mit einer Verschuldung in Höhe von 50 Milliarden Euro. Die finanziellen Einbußen durch eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages abzufedern, lehnen sowohl der DGB als auch die Arbeitgeberverbände strikt ab. Eine Finanzspritze des Bundes sei also nötig, um beispielsweise für die Kosten der Qualifizierung von Arbeitslosen aufzukommen. Dies sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sagte der DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy der Zeitung. Im laufenden Jahr seien die Ausgaben der Bundesagentur bereits um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, die Einnahmen dagegen um 16 Prozent gesunken.

Die Reserven in Höhe von 16,7 Milliarden Euro werden voraussichtlich im Herbst aufgebraucht sein. Bisher hat der Bund in seinem Haushalt 2010 lediglich ein Darlehen von 20 Milliarden Euro für die Bundesagentur veranschlagt. Der Chef der BA, Frank-Jürgen Weise, hatte am Mittwoch mitgeteilt, er rechne für 2010 mit einem Defizit zwischen 17 und 20 Milliarden Euro. Die Nürnberger Agentur musste im Jahr 2009 bereits zum zweiten Mal das eigene Budget berichtigen. Anfänglich rechneten die Verantwortlichen mit einem Defizit von 5,9 Millionen Euro.


(Redaktion)


 


 

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