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Cyberattaken

Gefahr durch Cyberattacken bedroht zunehmend Unternehmen

Angriffe aus dem Internet sind ein ernstes Thema und können sowohl der Privatsphäre der Nutzer schaden, als auch den Unternehmen, die den Attacken ausgesetzt sind.

Besonders kleine und mittlere Unternehmen sind zumeist nicht ausreichend vor sogenannten Cyberattacken geschützt: Gerade Kleinunternehmer glauben, die Bedrohung durch Hacker betreffe sie persönlich nicht - denn von Medien und Politik wird nach wie vor der Eindruck vermittelt, Angriffe wie DDoS Attacken würden nur auf große Unternehmen stattfinden. Doch der Eindruck täuscht: Banken, Flughäfen, Krankenhäuser, die Deutsche Bahn und zunehmend mittelständische Unternehmen sind im letzten Jahr in den Fokus von kriminellen Hackern geraten.

Schaden von 65 Milliarden Euro

Die Motive der Hacker sind dabei vielfältig: Vom Erpressen von Lösegeld, über Wirtschaftsspionage, bis hin zu politischen Motiven war alles vertreten, die zuständigen Behörden konnten eine große Bandbreite an Beweggründen ausmachen. Oft kommen die Angreifer ungeschoren davon, da Cyberattacken nur schwer zurück zu verfolgen sind. Allein 2017 waren 230.000 Unternehmen betroffen, in Deutschland wurden dabei Schäden von über 65 Milliarden Euro verursacht. Besonders gefährlich für Unternehmen sind DDoS Angriffe. DDoS steht für „Distributed Denial of Service“ und bezeichnet eine Art der Cyberattacke, bei welcher Server so lange mit Anfragen überlastet werden, bis diese irgendwann zusammenbrechen - es folgt ein Ausfall von Diensten oder die Nicht-Erreichbarkeit von Webseiten.

Dies geschieht mit Hilfe von Botznetzen und ist im Jahr 2018 nicht nur für Firmen gefährlich, welche vornehmlich im Internet tätig sind. Grob gesagt, können DDoS Attacken in drei Arten unterteilt werden - Protokoll-Angriffe, Attacken über die Anwendungsschicht und Angriffe durch große Datenmengen. Das Problem der freien Wirtschaft: Mehr als jedes zweite Unternehmen ist nicht hinreichend vor Cyberattacken geschützt, gerade kleine und mittelständische Firmen verfügen oft über gar keinen Schutz, sondern vertrauen der Sicherheit ihrer Passwörter - ein oft fataler Fehler.

Unzureichender Schutz 

Zum Glück ist es für Unternehmen möglich, sich umfassend vor Angriffen aus dem Netz zu schützen. Doch dies muss aus Eigeninitiative geschehen, denn erst seit einiger Zeit rückt das Problem der Cyberkriminalität in das Bewusstsein der Bundesregierung und der EU. Dabei steht viel auf dem Spiel: Nicht nur können durch die Attacken Dienste lahmgelegt oder Kundendaten gestohlen werden. Auch das Vertrauen der Konsumenten zu attackierten Firmen ist oft dauerhaft geschädigt. Im Zeitalter von Internet-News und Facebook verbreiten sich Nachrichten über erfolgreiche Hackerangriffe wie ein Lauffeuer im World Wide Web - dies haben auch schon große Unternehmen wie die Telekom, Sony und die Deutsche Bahn erfahren müssen. Selbst Firmen aus dem IT-Bereich sind nicht sicher, obwohl diese eigentlich in der Materie Zuhause und deshalb ausreichend geschützt sein sollten. In den kommenden Jahren ist mit einem Sinken der Zahl von Angriffen außerdem nicht zu rechnen.

Fazit
Die Bedrohung durch Cyberattacken für kleine und mittlere Unternehmen nimmt zu. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Angriffe weltweit drastisch erhöht, der verursachte Schaden liegt in Milliardenhöhe und wird aller Voraussicht nach weiter steigen. Um ausreichend gegen Attacken wie DDoS geschützt zu sein, müssen Firmen die Initiative ergreifen und dürfen sich nicht auf herkömmliche Schutzmaßnahmen wie simple Passwörter verlassen. Nur so kann Schaden für Kunden und Unternehmen im Ernstfall abgewendet werden. Auf lange Sicht profitieren so beide Seiten.

(Redaktion)


 


 

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