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Insolvenzverfahren bei der DCM AG eröffnet

Der Geschäftsbetrieb bei der DCM Deutsche Capital Management AG (DCM AG) konnte in den vergangenen zwei Monaten seit dem Insolvenzantrag aufrechterhalten werden. Insbesondere ist es gelungen, die über Tochtergesellschaften bereitgestellten Dienstleistungen im Management und der Verwaltung von Fonds in der vorläufigen Insolvenzverwaltung weiter zu gewährleisten.

Gleichzeitig ist ein Transaktionsprozess angelaufen mit dem Ziel, Investoren für die Übernahme der Geschäftsaktivitäten zu finden und so das weitere geordnete Management der von der DCM AG initiierten, geschlossenen Fonds aus den Assetbereichen Transport (Flugzeuge/Triebwerk) und Energie (Solar) sicher zu stellen.

Das Insolvenzgericht des Amtsgerichts München hat auf Anregung des vorläufigen Insolvenzverwalters am 28. Mai das Insolvenzverfahren über das Vermögen der DCM Deutsche Capital Management AG (DCM AG) eröffnet und Dr. Michael Jaffé von der gleichnamigen Münchner Kanzlei als Insolvenzverwalter bestellt. Damit ist insolvenzrechtlich der Weg frei, um den Investorenprozess im Interesse der Anleger und Gläubiger gegebenenfalls zügig abschließen zu können.

Die DCM AG mit Sitz in München hatte am 02. April 2013 einen Antrag auf Eröffnung desInsolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé verschaffte sich daraufhin zunächst einen Überblick über die komplexe Geschäftslage der DCM AG und ihrer Tochtergesellschaften. Aufgrund der aus der Vergangenheit resultierenden Verflechtungen mit Drittgesellschaften bzw. früheren Tochtergesellschaften erwies sich dabei insbesondere die Datenbereitstellung und –analyse als äußerst aufwändig und schwierig. So wird auch die Aufklärung verschiedener Abläufe und strittiger Sachverhalte noch einige Zeit beanspruchen. Die Aufarbeitung der Vergangenheit wirft zudem vielfältige Rechtsfragen auf, die im weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens noch geklärt werden müssen.

Bislang sind die von der DCM AG seit dem Jahr 2006 platzierten, geschlossenen Fonds in den Assetbereichen Transport (Flugzeuge/Triebwerk) und Energie (Solar) als rechtlich selbstständige Gesellschaften nicht unmittelbar von der Insolvenz der Muttergesellschaft betroffen. Um die Handlungsfähigkeit dieser Fonds auch in Zukunft zu erhalten und so weiterhin Nachteile für die  Anleger möglichst zu vermeiden, soll nun über den strukturierten Transaktionsprozess ein Investor gefunden werden, der die entsprechenden Geschäftsaktivitäten von der DCM AG übernimmt und geordnet fortführt. Ob dies gelingt, ist derzeit jedoch noch offen.

Weiterführende Informationen:

Die DCM Deutsche Capital Management AG hat sich auf die Emission und das Management geschlossener Fonds in den Investitionsklassen Immobilie, Transport, Energie, Container, Medien und Dachfondslösungen mit nationalen und internationalen Assets spezialisiert und deckte von der Konzeption über den Vertrieb und das Management der Fonds bis zur Anlegerverwaltung die gesamte Wertschöpfungskette ab. Seit ihrer Gründung in 1986 hat die DCM AG konzipiertes Fondsvolumen von rund 4,7 Mrd. Euro aufgelegt und betreut rund 90.000 Beteiligungen. Am 2. April 2013 musste die DCM AG wegen Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen.

Der Münchner Fachanwalt für Insolvenzrecht und Sanierungsexperte Dr. Michael Jaffé wurde daraufhin vom Amtsgericht München zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die von ihm gegründete Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter ist auf komplexe Insolvenzverfahren mit Konzernstrukturen von überregionaler Bedeutung und insbesondere Hochtechnologieunternehmen spezialisiert. Sie zählt heute mit 35 Anwälten an sieben Standorten zu den führenden Kanzleien auf dem Gebiet der Insolvenzverwaltung, des Insolvenzrechts, des Prozessrechts sowie den damit im Zusammenhang stehendenRechtsgebieten in Deutschland. Zu den national und international bekanntestenInsolvenzverfahren von Dr. Michael Jaffé zählen der frühere weltweit führende Speicherchip-Hersteller Qimonda, der europäische Medienkonzern KirchMedia sowie die deutschenTochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe, des größten unabhängigen Raffineriebetreibers inEuropa. Darüber hinaus gelang es ihm, in den letzten Jahren unter anderen die Sanierung desWohnwagen-Produzenten Knaus Tabbert, der Grob Aerospace sowie der Cinterion Wireless Modules Holding GmbH erfolgreich abzuschließen.

(Redaktion)


 


 

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