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Demografischer Wandel

Chancen und Herausforderungen des demografischen Wandels in europäischen Städten

Der demografische Wandel ist mit weit reichenden Auswirkungen verbunden. Die Veränderungen betreffen in vielfältiger Weise Ökonomie, Kultur und soziale Lebensbedingungen in der Europäischen Union.

Die EU-Kommission hat deshalb im Sommer 2009 das Projekt „TooLS“ zur „Entwicklung von Werkzeugen für die Entwicklung vergleichbarer Erhebungen auf lokaler Ebene“ ausgeschrieben. Die Aufgabe besteht darin bis Ende 2012, ein europaweites Informationssystem zum demografischen Wandel für die kommunale Ebene zu entwickeln.

Den Zuschlag erhielt ein unter der Leitung des Instituts für Soziologie der Universität Freiburg gebildetes Konsortium aus dem „Gemeinschaftsprojekt deutscher Städte für ein Informationsmanagementsystem“ (DUVA), der Gemeinschaft deutscher Städte zur Erhebung europaweit vergleichbarer Daten (Urban Audit), dem Freiburger Institut für angewandte Sozialwissenschaft (FIFAS). und den Ämtern für Stadtforschung und Statistik der Städte Freiburg, Nürnberg, Amsterdam und Helsinki.

In Freiburg und in sieben weiteren Partnerstädten führten die Organisatoren eine Bürgerbefragung mit Zufallsstichproben in der Altersgruppe 50+ durch. Weitere Erhebungen zur Erfassung wichtiger Infrastrukturen für diese Altersgruppe laufen. In einer nationalen Konferenz von „TooLS“ am 4. und 5.7.2011 in Freiburg wurden erste Ergebnisse und Perspektiven präsentiert, die

am Mittwoch, den 20.Juli 2011, um 11.00 Uhr im Freiburger Institut für angewandte Sozialwissenschaften, Erasmusstr. 16,

vorgestellt werden.

Die Folgen des demografischen Wandels verändern die Verfügbarkeit über Ressourcen. Sie haben Einfluss auf die Lebensqualität. Sie erfordern neue Strategien, Probleme auf nationaler, aber auch auf kommunaler Ebene zu bewältigen. Sie ermöglichen und erfordern von den Menschen Anpassungsleistungen, die sich in veränderten Lebensentwürfen niederschlagen. Der demografische Wandel lässt neue Situationen sowie Konflikte und Probleme entstehen, bietet jedoch auch neue Chancen, was im öffentlichen Diskurs oft übersehen wird. Ihn zu bewältigen – seine Chancen zu nutzen und seinen Herausforderungen zu begegnen -, stellt vor allem die lokalen Körperschaften vor große und wohl noch wachsende Herausforderungen. Diese erfordern eine ständige Entwicklungsbeobachtung und periodische Strukturuntersuchungen, die sich auf vorhandene Daten und auf eigenständige Erhebungen stützen.

Zwei Themen stehen bei der Befragung im Vordergrund: Zum einen geht es um Chancen des demografischen Wandels. Dazu konzentriert sich das Projekt auf die Frage, was „aktives Altern“ bedeuten kann und unter welchen Bedingungen das möglich ist. Zum anderen werden Herausforderungen des Alterns in den Blick genommen, die unter anderem darin bestehen, dass immer mehr Menschen ein Alter erreichen, in dem die Wahrscheinlichkeit von Pflegebedürftigkeit relativ hoch ist.

Die bei der Freiburger Konferenz vorgelegten Ergebnisse zeigen, dass sich sowohl die Länder der EU, als auch die am Pilotprojekt beteiligten Städte Freiburg, Nürnberg, Düsseldorf, Moers, Koblenz, Much, Amsterdam und Almere sehr deutlich unterscheiden. Das zeigt sich an dem Umfang, in welchem Menschen der Altersgruppe 50+ ein „aktives Leben“ führen, wie auch an der Bereitschaft, Verpflichtungen gegenüber pflegebedürftigen Angehörigen zu übernehmen.

(Uni Freiburg)


 


 

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