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  • 19.06.2009, 11:16 Uhr
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  • Baden-Baden / Ludwigsburg
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Dokumentarfilmpreis 2009

Deutscher Dokumentarfilmpreis 2009 vergeben

Die Preisträger des "Deutschen Dokumentarfilmpreises 2009", den der Südwestrundfunk (SWR), die MFG Filmförderung Baden-Württemberg (MFG) und das Stuttgarter Haus des Dokumentarfilms (HDF) in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben, stehen fest.

Der Hauptpreis und damit das Preisgeld von 20.000 Euro geht an den Autor und Regisseur Erwin Wagenhofer für seinen Dokumentarfilm "Let's Make Money". Der Film zeigt die Gründe für den aktuellen finanziellen Kollaps. Erwin Wagenhofer folgt der Spur des Geldes, dorthin, wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter das Geld der westlichen Welt vermehren und selbst bettelarm bleiben. Gleichzeitig findet hierzulande der Ausverkauf von sozialen Errungenschaften wie Gesundheitssystem, Pensionswesen, Energieversorgung und öffentlicher Verkehr statt. Fazit: Es ist keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise. Der Film wurde von der Allegro Filmproduktions GmbH Wien in Kooperation mit dem ORF produziert. Der "Deutsche Dokumentarfilmpreis" wird alle zwei Jahre im Rahmen des Branchentreffs "Dokville" verliehen und zeichnet Werke aus, die sich in besonderer Weise um die Weiterentwicklung des Dokumentarfilms in Kino und Fernsehen verdient gemacht haben. Das Preisgeld soll den Preisträgern die Vorbereitung eines neuen Filmprojekts ermöglichen. SWR, MFG Filmförderung und HDF verstärken damit ihr schon bestehendes Engagement für anspruchsvolle dokumentarische Fernseh- und Kinoproduktionen.

Der Förderpreis des HDF in Höhe von 3.000 Euro geht an Alexander Riedel für seinen Film "Draußen bleiben", eine Produktion der Pelle Film und Riedel & Timm GbR München mit ZDF und der HFF München.

Den Förderpreis der Stadt Ludwigsburg in Höhe von 2.000 Euro erhält Volker Koepp für den Dokumentarfilm "Holunderblüte", eine Zusammenarbeit von Vineta Film in Koproduktion mit RBB und MDR.

Bei der Preisverleihung gestern(18.06.09) in Ludwigsburg beglückwünschte Minister Prof. Reinhart die Preisträger und betonte die lange und gute Tradition des Dokumentarfilms in Baden-Württemberg: "Mit dem besonderen Engagement des Südwestrundfunks und der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg sowie dem Haus des Dokumentarfilms als ausgewiesenem Kompetenzzentrum sind wir hier hervorragend aufgestellt. Nicht zuletzt trägt die exzellente Dokumentarfilmausbildung der Filmakademie Baden-Württemberg dazu bei, den klassischen Dokumentarfilm zu pflegen und weiterzuentwickeln. Schon bei der letzten Preisverleihung hat sich anhand der nominierten Filme gezeigt, dass der Preis auf internationale Resonanz stößt. Das freut mich nicht nur als Medienminister sondern auch als Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten. Die Verleihung des ,Deutschen Dokumentarfilmpreises' in Ludwigsburg mit einem Preisgeld von insgesamt 25.000 Euro unterstreicht die Bedeutung des Dokumentarfilms und ist eine der Säulen des Filmstandorts Baden-Württemberg."

SWR-Intendant Peter Boudgoust betonte die Wichtigkeit des Dokumentarfilms als Zeitdokument: "Gute Dokumentationen fühlen den Puls unserer Gesellschaft: Sie zeigen Zusammenhänge auf und erforschen die Ursachen. Dies erfordert eine aufwändige Recherche und viel Gespür bei der Umsetzung. Mit seinen eigenen Dokumentationen unterstützt der SWR die Arbeit der dokumentarischen Filmschaffenden im besten öffentlich-rechtlichen Sinne. Mit dem 'Deutschen Dokumentarfilmpreis' werden in diesem Jahr überdies Produktionen ausgezeichnet, die den gesellschaftlichen Wandel auf persönlicher und globaler Ebene thematisieren. Auch der SWR ist von den wirtschaftlichen Entwicklungen betroffen. Er bleibt aber ein verlässlicher Partner der Produzenten, der Medien- und Filmgesellschaft sowie der Filmakademie. Gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass auch in den kommenden Jahren qualitativ hochwertige Filme produziert und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden."

Die Entscheidungen traf eine unabhängige Jury aus sieben Fachleuten: Alfred Holighaus (Internationale Filmfestspiele Berlin), Reiner Brückner (Publizist und Kritiker), Marcel Wehn (Filmautor), Gabriele Röthemeyer (MFG Filmförderung Baden-Württemberg), Martina Zöllner (SWR), Tamara Trampe (Filmautorin) und Wilhelm Reschl (HDF).

(Redaktion)


 


 

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