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Siegessicher und doch nervös

Amtsinhaber Dieter Salomon (Die Grünen) stellt Programm für OB-Wahl im April vor

Am 25. April will Freiburgs amtierender Oberbürgermeister Dieter Salomon für weitere acht Jahre im Amt bestätigt werden.

Der 49-jährige Grünenpolitiker will im Wahlkampf auf prominente Unterstützung aus seiner Partei verzichten, einzig ein gemeinsamer Termin mit Grünen Chef Cem Özdemir sei geplant, so Salomon: „Das hat sich eher zufällig ergeben“, grundsätzlich gehe es bei einer OB-Wahl aber um die Person, nicht die Partei.

Am Mittwoch startet er die heiße Phase in seinem Wahlkampf offiziell mit einer Auftaktveranstaltung. 55 Termine habe er bereits absolviert, weitere 75 stehen an, so der etwas angespannt wirkende Kandidat und Favorit für die Wahl. Angespannt dürfte Salomon paradoxerweise vor allem wegen seiner guten Bilanz der vergangenen Jahre sein. Bei einer Podiumsdiskussion am vergangenen Freitag konnten seine Herausforderer Ulrich von Kirchbach (SPD) und der Kandidat des linken Spektrums in der Stadt Günter Rausch zumindest mehr Anhänger in den Saal locken als der Amtsinhaber. „Das ist immer die Gefahr, die Zufriedenen in der Stadt denken, dass das alles von alleine läuft, aber so funktioniert Wahlkampf nicht“, so Salomon Analyse. Eine schwache Wahlbeteiligung und ein wenig mobilisiertes eigenes Wählerlager könnten ihm in der Situation gefährlich werden, selbst wenn seine Gegner es schwer haben, die Bilanz des Amtsinhabers in der Substanz anzugreifen. „Ich habe da zwar etwas Hemmungen vor dem Eigenlob, aber meine Bilanz seit 2002 ist ziemlich gut“, so Salomon. Aus den avisierten 8000 neuen Arbeitsplätzen seien 10000 geworden, die Stadt sei zur handlungsfähigsten Großstadt im Land geworden und könne in Bildung und Kultur investieren und als Ökostadt sei man weltweit spitze.

Politik, so Salomons Credo und Stärke in den vergangenen Jahren, müsse am Machbaren und dem Gesamtwohl der Stadt orientiert sein. „Das ist wie Prime Time Fernsehen, nicht wie ein Spartenprogramm!“ Mit Blick auf seine Kontrahenten sagt er, man dürfe nicht nur Schlagworte in den Raum stellen, sondern müsse auch den Weg zum Ziel aufzeigen können. „Wenn ich sage, ich bin für den Weltfrieden, dann dürfte da auch jeder zustimmen“, so der OB. Seine Vision sei dagegen, die nachhaltige Entwicklung der Stadt weiter zu betreiben. „Das meine ich finanziell, denn das ist eine Frage der Generationengerechtigkeit. Und ich meine es ökologisch.“ Als stadtpolitische Schwerpunkte bis 2010 nennt er die weitere finanzielle Konsolidierung des Haushalts, die Festigung und der Ausbau des Standorts Freiburg als „Stadt der Wissenschaft“. Kulturstadt und als „Green City“, Bildung und Chancengerechtigkeit und den bezahlbaren Wohnungsbau.

Mit Blick auf die Kritik ihm fehle es an Bürgernähe sagte Salomon, dass er im Schnitt an bis zu 220 Terminen im Jahr mit der Bürgerschaft und ihren Themen und Fragen in Kontakt stehe. „Die Anfeindungen der jüngsten Zeit stecke ich nicht einfach weg, da ist es auch schwer, nichts zu sagen. Ich bin aber dennoch für eine fairen Wahlkampf.“ Für seinen Wahlkampf stehen rund 90000 Euro bereit, so sein Wahlbüro. Rund 400 Unterstützer sind zudem im Wahlkampf für den OB aktiv.

(Ralf Deckert)


 


 

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