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Blower Door Test

Energiesparendes Bauen: Blower Door Test

Energiesparen ist in aller Munde. Nachdem die Preise für Strom und Gas in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind und wohl auch in naher Zukunft nicht wirklich günstiger werden, gilt es nunmehr bauliche Voraussetzungen für einen sparsamen Umgang mit Energie zu schaffen.

Neue Regelungen seitens der EU und der Bundesrepublik geben viele Anforderungen bei Neubauten und Sanierungen vor, aber die wenigsten wissen genau, welche es sind und warum dem so ein hoher Wert beigemessen wird. Gleiches gilt für die unterschiedlichen Testverfahren, mit denen die Tauglichkeit einer Wohnung oder eines Hauses für einen sparsamen Umgang mit Energie gemessen werden kann

Eine Möglichkeit, einen Neubau direkt auf Herz und Nieren zu prüfen ist der sog. Blower Door Test. Dieser Test kann nur zu einem bestimmten Zeitpunkt der Bauphase durchgeführt werden. Entweder ist bisher nur die Luftdichtheitsebene fertig eingebaut oder das Gebäude befindet sich bereits in dem Zustand, wie es später auch bewohnt werden soll. Ersteres hat den klaren Vorteil, dass eventuell notwendige Änderungen direkt ohne große Kosten durchgeführt werden können. Letzteres bietet aber mehr Sicherheit, was das endgültige Messergebnis angeht. Mit diesem Test lässt sich einfach und schnell ermitteln, ob der Baukörper energiesparende Qualitäten hat.

Aber nicht nur das, schließlich gibt es noch einige andere Unannehmlichkeiten, die einem Hausbewohner das Leben schwer machen können. Dazu gehören Feuchtigkeit und Tauwasserbildung durch Konvektion, Zug im Haus durch unerwünschte Luftströme, geringe Schalldichtheit, Verlust von Wärme durch schlechte Dämmung und nicht zuletzt das Vorkommen von Schimmelpilzen aufgrund Feuchtigkeit und mangelndem Luftaustausch. Mit dem Blower Door Test kann man solche Mängel beim Hausbau von vornherein vermeiden. Außerdem gehört ein Nachweis über die Luftdichtheit der äußeren Gebäudehülle zu Recht zur neuen Energiesparverordnung der Bundesregierung bei Neubauten. Auch die Baukosten lassen sich allein mit der Durchführung dieses Tests senken, was sicherlich jeder Bauherr begrüßen würde.

Und wie funktioniert dieser Test? Eigentlich recht einfach. Wichtig ist natürlich, dass alle Außentüren und Fenster während des Messvorgangs fest verschlossen sind. Gleichzeitig sollten die Innentüren, sofern schon eingebaut, geöffnet bleiben. Um den Test durchzuführen wird ein spezielles Gebläse in eine der Außenöffnungen gesetzt, welches eine Druckdifferenz von 50 Pascal zwischen Außen- und Innenraum erzeugt. Auf diese Weise zieht es die außen vorhandene Luft wegen dem Druckunterschied massiv ins Innere des Hauses und man kann mithilfe eines Messgerätes feststellen, wo Luftströme entstehen, die nicht sein dürften. Solche Leckagestellen werden mit einem Anenometer geortet und aufgezeichnet, damit vor Bezug und Fertigstellung des Hauses nötige Verbesserungen schnell und einfach durchgeführt werden können. Jeder Bauherr erhält ein Zertifikat und ein Messprotokoll, wo alles genau aufgeführt ist. Das Schöne ist, dass sich der jährliche Primärenergiebedarf dank dieses Tests, sofern die Ausbesserungen auch vorgenommen werden, tatsächlich um etwa acht Prozent senken lässt.

(Redaktion)


 


 

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