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Ermittlungen gegen Ex-Arcandor-Chef Middelhoff

Während der Insolvenzverwalter noch um die Zukunft von Arcandor und den Tochterunternehmen Karstadt und Quelle ringt, hat die Staatsanwaltschaft Essen nun ein Ermittlungsverfahren gegen den Ex-Vorstandschef des Konzerns Thomas Middelhoff wegen Untreue eröffnet. Der Grund sind mögliche Verflechtungen mit Immobiliengeschäften des Karstadt-Konzerns.

„Wir haben uns nach einer erneuten Prüfung von Unterlagen entschieden, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten“, sagte Oberstaatsanwältin Angelika Matthiesen. Nachdem sich die Staatsanwaltschaft bisher lediglich mit Vorermittlungen gegen Middelhoff befasste, handele es sich hierbei allerdings um einen „formalen Akt“. Es gebe weiterhin „keine neuen Ermittlungsergebnisse“, ergänzte Matthiesen.

Vor seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender bei der damaligen KarstadtQuelle, hatten sich Middelhoff und seine Frau an Oppenheim-Esch-Fonds beteiligt, in deren Portfolio sich auch Karstadt-Immobilien befinden. Dies gab Anlass zur Spekulation, weshalb Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ihre nordrhein-westfälische Amtskollegin Roswitha Müller-Piepenkötter gebeten hatte, den Vorgang genauer zu prüfen. Diese hatte das Schreiben von Zypries an die Staatsanwaltschaft nach Essen weitergeleitet.

Schon in der Vergangenheit gab es aufgrund seines Engagements bei den Fonds immer wieder Kritik an Middelhoff. Bereits am Tag nach seinem Abschied von Arcandor hatte sich dieser selbstständig gemacht. Der Manager, der zuvor bereits Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann war, gründete einen Finanzinvestor mit Sitz in London.

(Redaktion)


 


 

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