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Businessplan

Die Erstellung eines professionellen Businessplans für die Existenzgründung

Zu den wichtigsten Aufgaben im Rahmen einer Existenzgründung gehört die Erstellung eines professionellen Businessplans. Mit einem fundiert ausgearbeiteten Businessplan lassen sich viele kritische Punkte einer Geschäftsidee prüfen und hinterfragen. Ein guter Businessplan verhindert häufig frühe Insolvenzen in der Anlaufphase aufgrund von drastischen Planungsfehlern.

Aufgaben des Businessplans

Bei der Erstellung des Businessplans ist es erforderlich, sich kritisch mit der Geschäftsidee auseinanderzusetzen und diese auf Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit zu überprüfen. Er dient als wichtige Informationsquelle für externe Kapitalgeber und Geschäftspartner.
Außerdem erweist der Businessplan dem Gründer selbst wichtige Dienste, indem er die Markteintritts- bzw. Unternehmensstrategie festlegt und somit eine Art Anleitung für die ersten Monate und Jahre nach der Existenzgründung darstellt. Er ist ebenfalls ein wichtiges Kontrollinstrument - sollten die tatsächlichen Zahlen von den Planzahlen des Businessplans abweichen, so kann rechtzeitig entsprechend gegengesteuert werden.

Aufbau des Businessplans

Für den Aufbau eines Businessplans gibt es keine bindenden Vorgaben. Es hat sich allerdings in den letzten Jahren folgender Aufbau bewährt:

1) Zusammenfassung
Hier werden die wichtigsten Punkte und Fakten des Businessplans kurz zusammengefasst. Hierzu gehört eine Grob-Übersicht über den Markt, die angebotenen Leistungen sowie die Chancen und Risiken. Die Zusammenfassung soll insbesondere das Interesse des Lesers wecken und einen Überblick verschaffen.

2) Geschäftsidee
Hier wird die eigene Geschäftsidee ausführlich und aus betriebswirtschaftlicher Sicht beschrieben. Zudem sollte auf die Unternehmensziele eingegangen werden.

3) Gründerperson bzw. Gründerteam
In diesem Punkt werden die Qualifikationen und Branchen- / Berufserfahrungen des Unternehmensgründers sowie der beteiligten Personen dargestellt. Sofern bestimmte Zulassungen erforderlich sind, werden diese genannt. Es muss hier auch deutlich werden, dass der Gründer eine Unternehmerpersönlichkeit ist.

4) Markt und Wettbewerbsanalyse
Wichtig ist hier die Beschreibung der potentiellen Zielgruppen des geplanten Unternehmens. Welche Kunden werden die Leistungen in Anspruch nehmen? Wie können potenzielle Kunden erreicht werden und welche Kosten entstehend dadurch? Außerdem wird eine Konkurrenzanalyse aufgestellt. Welche Konkurrenten gibt es? Welche Stärken und Schwächen haben die Konkurrenten? Was hebt das eigene Unternehmen von den Konkurrenten ab (USP)?

5) Standortbeschreibung
Unter anderem wird hier die Wichtigkeit des Standortes für das Unternehmen definiert und eine Auswahl an potentiellen Standorten bzw. der avisierte Standort dargestellt. Je nach Unternehmensart sollte die Standortbeschreibung mal mehr mal weniger ausführlich ausfallen. Beispielsweise ist beim Einzelhandel die Standortentscheidung sehr wichtig, wohingegen ein Anbieter von Internetdienstleistungen in der Regel die Standortwahl vernachlässigen kann.

6) Unternehmensorganisation
Ein wichtiger Punkt bei der Unternehmensgründung ist die gewählte Rechtsform. Zudem wird hier dargestellt, wie das Unternehmen organisiert ist und wie die einzelnen Produktions- und Dienstleistungsprozesse geplant sind.

7) Risiko und Chancen
Der Businessplan sollte hier Auskunft darüber geben, welche Risiken die Unternehmensgründung haben kann und wie diesen begegnet werden soll. Zudem soll offen gelegt werden, welche Chancen und Risiken es für die Unternehmensentwicklung gibt. Um die benötigten Angaben zu erhalten, ist eine genaue Analyse des Marktes, des Wettbewerbs, von demografischen Entwicklungen, Nachfragetendenzen usw. erforderlich.

8) Finanzanalyse
Eine fundierte Finanzplanung enthält zumindest folgende wichtige Bestandteile:
a) Kapitalbedarfsplanung
Welche Investitionen habe ich zu tätigen und was kosten diese?
b) Betriebskostenplanung
Welche Betriebskosten (z.B. Mietkosten, Werbekosten, Kfz-Kosten, Zinsen, Abschreibungen, etc.) fallen jährlich an?
c) Umsatzvorschau
Wie setzt sich der Umsatz zusammen und mit welcher Höhe ist realistisch zu rechnen?
d) Rohertragsberechnung
Welcher Produktbereich liefert welchen Rohertrag? Wie hoch ist der durchschnittliche Rohertrag?
e) Plan-Ertragsübersicht
Mit welchem Betriebsergebnis kann man rechnen (Umsatz abzgl. Wareneinsatz abzgl. Betriebskosten)?
f) Mindestumsatzberechnung
Wie hoch muss der monatliche Gewinn mindestens sein um die privaten Ausgaben des Gründers tragen zu können?
g) Finanzierungsmodell
Wie wird der benötigte Kapitalbedarf (a) finanziert?
h) Liquiditätsplan
Über welche liquide Mittel verfügt das junge Unternehmen in den ersten 24 Monaten?

Häufige Fehler beim Businessplan

Viele Existenzgründer unterschätzen die Wichtigkeit des Businessplans. Zudem wird der Businessplan oftmals nur erstellt, weil Kapitalgeber oder Arbeitsagenturen (zur Gewährung des Gründungszuschusses) dies verlangen. Dabei sollte der Businessplan Basis für künftige Unternehmensentscheidungen darstellen. Deshalb ist es unabdingbar, alle Daten im Businessplan sorgfältig zu ermitteln und zu recherchieren. Hierzu fehlen vielen Unternehmensgründern jedoch die entsprechenden Zugangsmöglichkeiten und ERfahrung. Der Unternehmer kann ein Experte in seiner Branche sein, wenn wichtige Bereiche wie Finanzplanung und Wettbewerbsanalyse vernachlässigt werden, führt dies meist zu einer suboptimalen Umsetzung des Geschäftsvorhabens. Eine unzureichende Planung ist der Hauptgrund dafür, dass jedes fünfte Unternehmen innerhalb der ersten fünf Jahre in Insolvenz gehen muss. Es ist deshalb ratsam, bei sämtlichen Planungen die professionelle Hilfe eines erfahrenen Gründungsberaters in Anspruch zu nehmen. Studien belegen, dass professionelle Existenzgründungsberatungen die Insolvenzquote von Startups in den ersten Jahren signifikant senken.

Wie kann ein Gründungsberater beim Businessplan helfen?

Zunächst einmal wird der Gründungsberater die Geschäftsidee genau analysieren. Da der Gründungsberater Zugriff auf wichtige Branchenvergleichszahlen hat und über langjährige Unternehmererfahrung verfügen sollte, kann er in einer genauen Markt- und Wettbewerbsanalyse die Chancen des Unternehmens realistischer ermitteln. Außerdem kann er dem Gründer die Risiken aufzeigen und danach eine entsprechende Strategie entwickeln, diesen adäquat zu begegnen. Für den Fall, dass die Geschäftsidee umsetzbar ist, unterstützt er den Unternehmensgründer z.B. bei der Erstellung des Businessplans, bei der Beantragung von Fördermitteln und Finanzierungen oder bei betriebswirtschaftlichen Fragen während der schweren Anlaufphase des jungen Unternehmens.
Das erste Gespräch mit einem Gründungsberater ist in der Regel kostenfrei. Im Anschluss stehen für Gründungsberatungen eine Reihe von Fördermittel mit Zuschüssen von bis zu 90% der Beratungskosten zur Verfügung. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.gruendungsberatung-online.de

(Nico Reichelmann)


 


 

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