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Facebook nervt

Statusmeldungen und Werbung vergraulen User

Nachdem zwei bedeutende Journalisten von CNN und dem Wall Street Journal ihren Facebook-Account gekündigt und dies öffentlich verkündet haben, versucht die Plattform nun verstärkt die jüngeren Nutzer von ihrer „coolness“ zu überzeugen.

Als Gründe gaben die Journalisten die Sorge um den Datenschutz sowie nervende Werbung in Form von "Sponsored Stories" an. Da beide in den USA sehr prominent sind, fürchtet das soziale Netzwerk nun Nachahmer. Auch Facebooks Produkt-Direktor Blake Ross hat sich vom Medium verabschiedet, da er zu der Erkenntnis gekommen ist, dass das Portal auch für Jugendliche immer unbeliebter wird. Facebook gibt zu, vor allem bei dieser Zielgruppe Reichweite zu verlieren, allerdings „nehmen viele junge Nutzer ähnliche Dienste wie Instagram in Anspruch und verknüpfen diese mit Facebook“.

Überladen und unattraktiv

"Facebook ist selbst schuld, dass es an Beliebtheit verliert. Werbung und Marketing steht mittlerweile im Mittelpunkt der Plattform. Zudem stellt das enorme Anwachsen des Freundeskreises und die damit einhergehenden unerwünschten Statusmeldungen ein Problem dar", erläutert Social-Media-Spezialist Günter Jaritz. Das Abschalten solcher Meldungen liege jedoch nicht im Interesse des Portals, wodurch die Einstellungsänderungen überaus kompliziert und schlecht auffindbar sind. "Der erste Trend, der sich verzeichnen lässt, ist das extreme 'Ausmüllen' der Freunde oder das generelle Kündigen des Accounts", so Jaritz. Zudem melden sich zunehmend Unternehmen als klassische Profilseiten an, was grundsätzlich nicht erlaubt ist. Deren Anfragen würden von immer mehr Nutzern als nervig empfunden.

Verlagerung auf mobile Dienste

"Der riesige anfängliche Facebook-Hype hat sich mittlerweile auf ein normales Niveau eingependelt", sagt der Experte und ergänzt, dass diese Entwicklung absehbar war. Gerade die jüngere Generation würde auf Dienste wie SMS oder WhatsApp zurückgreifen, da auch hier Gruppen gestaltet werden können, Kontroversen und Beschimpfungen jedoch nicht wie bei Facebook üblich sind.

(pressetext.com)


 


 

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