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"Münstersommer" Freiburg

Fest der Innenhöfe & Museumsnächte am 17./18. Juli

Im Rahmen des „Münstersommer Freiburg 2009“ findet am Freitag, 17., und Samstag, 18. Juli, die Veranstaltung „Fest der Innenhöfe & Museumsnächte“ statt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1995 hat die Konzertreihe wesentlich dazu beigetragen, verschlossene und der Bevölkerung unbekannte Innenhöfe zu kulturellem Leben zu erwecken, und sich zum Freiluft-Sommerklassiker entwickelt. Seit 1998 sind die Museumsnächte mit dabei und bilden einen Gegenpol zum musikalischen Programm.

Musikalischen Genuss beim „Fest der  Innenhöfe“ garantieren die hochkarätigen Ensembles und exzellenten Musikerinnen und Musiker aus Freiburg sowie dem In- und Ausland. In diesem Jahr sind den Jubilaren Henry Purcell (350. Geburtstag), Georg Friedrich Händel (250. Todestag) und Joseph Haydn (200. Todestag) etliche Konzerte gewidmet. Auf dem Programm stehen Konzerte mit Hammerflügel, mit Drehleier, mit Harmonium, mit Maultrommel, mit Saxophon, Gambenconsort, Akkordeon und Streichtrio. Es gibt eine Oper von Salieri, Flamenco aus Spanien, arabische Gesänge aus Palästina, persische Musik aus Isfahan, Jazz aus Innsbruck und den Coro di Bosa aus Sardinien. Es singen und spielen unter anderen Silke Schwarz, Alissa Margulis, Chaim Steller, Robert Hill, Annette Maye, Kristian Bezuidenhoud, Petra Müllejans, Kamilya Jubran, Jaime Gonzales, Mohammadreza Mortazavi, Elza Kolodin und Anton Bruhin. 

Die „Museumsnächte“ locken mit zahlreichen Attraktionen der städtischen und universitären Museen. Sie bieten Kindern, Jugendlichen und Familien beim abendlichen Rundgang durch die Museen ein buntes Programm, das zum Verweilen, Mitmachen und Entdecken einlädt. Dem Ereignis entsprechend haben die Städtischen Museen Freiburg an diesem Wochenende besondere Öffnungszeiten: Freitag, 17. Juli, öffnen die Häuser ihre Türen erst um 19 Uhr,
Samstag, 18. Juli, um 14 Uhr und Sonntag, 19. Juli, von 13 bis 17 Uhr.

Obwohl Augustinermuseum und Naturmuseum wegen Sanierungsarbeiten geschlossen sind, ist die Museumspädagogik für das junge Publikum da. Mit einer
großen Malaktion präsentiert sich der Jugendkunstclub FeiN:Art auf dem Augustinerplatz und lädt alle Malfreunde ein, den Bauzaun farbenfroh zu gestalten. In den Kinderwerkstätten in der Gerberau und im Info-Center
Augustinermuseum finden Familien besondere Angebote zum Experimentieren, Malen, Drucken und Zeichnen.

Passend zum Internationalen Jahr der Astronomie widmet sich das Museum für Neue Kunst dem Thema „Sternbilder“. Diese gibt es sowohl in der aktuellen Sonderausstellung des berühmten Fotografen Thomas Ruff als auch in der Sammlung des Hauses. Ruffs Sterne am Nachthimmel, aufgenommen
durch ein Weltraumteleskop, vermitteln eine Vorstellung von Unendlichkeit, Schönheit und Rätsel des Universums. Auf die Fassade des Museums projizieren Studierende der Pädagogischen Hochschule einen Tanz der Sterne.
Führungen, Kunstprojekte, Malaktionen und ein galaktisches Konzert versprechen himmlische Aussichten.

Am „schönen“ Eck des Münsterplatzes steht seit 250 Jahren das Wohnhaus des Künstlers und Stifters Johann Christian Wentzinger, das heute das Museum für Stadtgeschichte beherbergt. Sein Innenhof mit Wentzingers Skulpturen bietet
einen stimmungsvollen Rahmen für die Konzertveranstaltungen, die auch 2009 durch das schon traditionelle Mitternachtskonzert im Treppensaal auf dem
Steinway / Welte-Mignon-Reproduktionsflügel ergänzt werden. Es erklingen virtuose und ungewöhnliche Stücke vom Beginn des 20. Jahrhunderts, launig kommentiert von Mitarbeitern der Städtischen Museen. Bei Führungen durch das Museum und zur Sonderausstellung „Vom Friedhof zum Markt. Der Freiburger Münsterplatz im Wandel“ wird Geschichte lebendig. 

Im Archäologischen Museum Colombischlössle geht es auf eine Zeitreise, hier dreht sich alles um Keramik. Seit Beginn der Jungsteinzeit nutzen die Menschen Gefäße aus Ton zur Vorratshaltung. Im Laufe der Zeit veränderten sich
nicht nur die Formen, auch die Herstellungs- und Verzierungstechniken wechselten und wurden ständig verbessert. Eine Familienführung erklärt anschaulich, welche Gegenstände unsere Vorfahren aus Ton angefertigt haben
und warum Scherben für Archäologen eine wichtige Rolle spielen. Anschließend können Eltern und Kinder in der Werkstatt verschiedene Töpfertechniken selbst ausprobieren oder bei unterhaltsamen Kurzführungen neue Erkenntnisse
gewinnen.

Das Uniseum Freiburg, das in diesem Jahr fünf Jahre alt wird, ist eine bundesweit einzigartige Einrichtung der Universität, die inzwischen auch andere Hochschulen zur Nachahmung anregt. Es ist Museum und Forum zugleich. Im
Mittelpunkt stehen die universitäre Forschungsarbeit und Lehre von den Anfängen bis heute. In lebendigen Präsentationen, Kunstwerken und Originalen, Inszenierungen und Installationen werden die verschiedenen Epochen und
Einflüsse der wechselvollen Geschichte der Freiburger Universität und der Stadt erlebbar. Dazu gehört auch, dass erstmals in Deutschland 1900 in Freiburg Frauen offiziell zum Studium zugelassen wurden, weshalb diesem thematischen
Schwerpunkt wie auch den Spitzenwissenschaftlern und Nobelpreisträgern ein besonderer Platz eingeräumt wird. Im Bursenkeller lässt sich das Studieren, Leben, Wirken und Wohnen der Studierenden seit dem 15. Jahrhundert bis zur
Gegenwart sowie die Baugeschichte des Baukomplexes der Alten Universität nachvollziehen. Zusätzlich zum freien Besuch werden stündlich thematische Kurzführungen angeboten. 

Das Programmheft von „Fest der Innenhöfe & Museumsnächte“ liegt ab Mitte Juni im Kulturamt, in den Museen, in der Tourist-Information im Rathaus und an den üblichen Stellen der Innenstadt aus. Weitere Informationen gibt das Kulturamt, Münsterplatz 30, 79098 Freiburg, Telefon 0761 / 201-2101, Fax –2199, E-Mail [email protected] sowie im Internet unter  www.freiburg.de/muenstersommer. 

(Redaktion)


 


 

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