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Witzig & Frank Maschinenbau

Finanzkrise erreicht Urgestein Witzig & Frank

Offenburg. Auch wenn viele dachten, die Finanzkrise betrifft alt eingesessene deutsche Firmen nicht, kann dies das Maschinenbauunternehmen Witzig & Frank leider nicht von sich behaupten.

Jetzt setzt sich Oberbürgermeisterin Edith Schreiner für den Erhalt und die Rettung von rund 200 Arbeitsplätzen, des 144 Jahre alten Traditionsbetriebes Witzig & Frank, ein. Der Großkonzern MAG hat vorgesehen, die Türen in der Offenburger Niederlassung zu verriegeln.

Aus einer Stellungnahme der Oberbürgermeisterin geht hervor, dass die Schließungsabsicht auf Unverständnis stößt.

Nachfolgend die Argumente der MAG: „Ein Unternehmen kann es sich schlicht nicht leisten, über Jahr Verluste zu subventionieren.“ Desweiteren ist die von der Gewerkschaft IG Metall geforderte Kurzarbeit keine Lösung. "Hier bestehe auch Kontakt zur Arbeitsargentur, die dies wegen der fehlenden Fortführungsperspektiven ablehnt." so Grob stellvertretend.

Die größtenteils hochqualifizierten Mitarbeiter, hoffen nun auf Arbeitsplätze in anderen Standorten der MAG. Rund 20 dieser Mitarbeiter finden voraussichtlich im Bereich des Ersatzteil-, Instandhaltungs- und Servicegeschäftes in Offenburg neue Beschäftigung.

Laut Aussage von MAG-Präsident Markus Grob wurden Gespräche mit einem potentiellen Investor bereits im November/Dezember letzten Jahres geführt, welche aber aufgrund zu hoher Forderungen seitens des Interessenten bis dato zu keinem Ergebnis führten. Zudem steht Grobs Angebot, Betriebsvermögen und Verbindlichkeiten für einen Euro abzutreten.

Am kommenden Donnerstag verhandeln Geschäftsführung und Betriebsrat erneut.

(Redaktion)


 


 

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