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Finanzkrise: Rechtsanwälte strotzen vor Optimismus

Mehr als die Hälfte der Anwälte (51 Prozent) erwarten durch die Finanzkrise ein Umsatzplus für 2009. Dies geht aus einer aktuellen Online-Umfrage von AnwaltsConcept in Kooperation mit dem Anwaltsuchdienst mcadvo.com hervor, an der rund 700 Anwälte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnahmen.

Der Grund für die Zuversicht ist die steigende Zahl der Verbraucherklagen gegen Kreditinstitute und der gewerblichen Insolvenzen. So rechnet der Kreditversicherer Hermes allein für Deutschland in diesem Jahr mit knapp 33.800 Firmenpleiten. Zum Vergleich: 2007 wurden von den Amtsgerichten 29.160 zahlungsunfähige Unternehmen gemeldet.

Die Rechtsanwälte gehören damit zu einer der wenigen Berufsgruppen, die von der Rezession voraussichtlich profitieren. Nur weniger als jeder fünfte Jurist rechnet mit sinkenden Umsätzen. Die Rechtsbeisteher setzen in diesem Fall auf die PR in eigener Sache. Etwa jede vierte Anwaltskanzlei beabsichtigt 2009 ihren Marketingetat zu erhöhen. Die Mehrheit der Juristen (52 Prozent) investiert dabei in Einträge bei Anwaltsuchmaschinen, mehr als jeder Dritte will die Pressearbeit ausbauen.

Gleichzeitig reagieren die Rechtsanwälte mit den Marketingmaßnahmen auf den steigenden Wettbewerbdruck. Laut Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) erhielten allein im vergangenen Jahr mehr als 4.000 weitere Juristen ihre Anwaltszulassung. Die Zahl der Anwälte in Deutschland stieg 2008 damit um knapp 4 Prozent auf fast 150.000 an. Im Jahr 2000 gingen nur rund 100.000 Juristen dem Anwaltsberuf nach.

(Redaktion)


 


 

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