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Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung

Fiona Härtel stellt in Kehl die Weichen für die Zukunft

"150 Prozent" ist die Antwort von Fiona Härtel auf die Frage, ob ihr Job – Wirtschaftsförderung und Marketing Kehl – eine Vollzeitstelle sei. Rund 60 Stunden würde sie in der Woche arbeiten – und ist trotzdem rundum glücklich mit ihren Aufgaben in der Stadt mit 35 000 Einwohnern. Im Gespräch mit www.suedbaden.business-on.de verrät die 36-Jährige, wieso das so ist.

"Ursprünglich wollte ich Journalistin werden", sagt die gebürtige Freiburgerin Fiona Härtel, "doch während des Studiums habe ich gemerkt, dass ich eher organisieren und mit Menschen zusammen arbeiten möchte". Seit 2006 arbeitet sie in Kehl, um zusammen mit Oberbürgermeister Günther Petry die Stadt zu vermarkten und die Wirtschaft zu fördern. Zuvor war sie vier Jahre bei der "Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau" für Öffentlichkeitsarbeit und Messen zuständig, ein Jahr bei Walter Telemedien Projektleiterin und im Jahr 2000 Leiterin des Service-Centers im Bereich Marketing beim Verlag Michael Zäh (der mit seinem neuen Projekt in Freiburg gescheitert ist).

Fiona Härtel ist "Fachkauffrau Marketing" und hat ein deutsch-französisches Abitur gemacht - beste Voraussetzungen für Kehl, das vis a vis von Straßburg am Rhein liegt und mit der Großstadt bei der Landesgartenschau 2004 zusammen Projekte wie eine neue Rheinbrücke gestemmt hatte.

Und was macht Fiona Härtel für die Wirtschaftsförderung Kehl? "Ich bin ein Mittler zwischen Unternehmen und Stadtverwaltung. Ich helfe Betrieben, die sich hier ansiedeln wollen und denen, die schon vor Ort sind." Konkret bedeutet das: Bei Anträgen auf Fördermittel helfen, Gewerbegebiet vermarkten und vieles abstimmen. Der Job sei für sie "perfekt", denn "ich kann viel bewegen, komme mit unterschiedlichen Menschen zusammen, finde Lösungen und sehe Ergebnisse". Außerdem gebe es mit der deutsch-französischen Zusammenarbeit eine internationale Komponente, "es macht Spaß, mit den Franzosen zusammenzuarbeiten". Die Straß burger kommen auch gern zum Einkaufen nach Kehl: Laut Fiona Härtel stammt von ihnen 45 Prozent des Umsatzes im Einzelhandel.

Sich selbst schätzt die Wirtschaftsförderin als kommunikativ, interessiert und offen ein: "Ich spiele gern denjenigen, der die roten Fäden in der Hand hält." Doch die möchte sie auch mal loslassen: Deshalb wohnt sie mit Lebensgefährten und zwei Kindern auch in Offenburg. "Ich möchte Arbeit mit Privatem nicht vermischen. In Kehl werde ich oft auf der Straße angesprochen, was ich auch gut finde. Aber in Offenburg lebe ich privat." In Kehl ist sie trotzdem oft zu sehen, vier Abende pro Woche auf Veranstaltungen zu sein, sei für sie nicht ungewöhnlich: "Man muss sich zeigen und mit den Menschen reden."

Sie sei in Kehl glücklich mit ihrer Arbeit ("ich habe noch viel vor") und ist gerade dabei, die Stadt am Rhein touristisch besser zu vermarkten - zum Beispiel mit Pauschalangeboten: "Hier kann man super Radfahren und Ausflüge machen. Wir möchten die 45- bis 60-Jährigen ansprechen." Eine Bundesstraße Richtung Straßburg trennt Wohnhäuser auf der südlichen und Hafen sowie Industrie auf der nördlichen Seite. Wer dort durchfährt, sieht vor allem Tankstellen, Läden und das Bahnhofsgebäude – Tristesse. Doch das sei, so Fiona Härtel, nur eine Ansicht der Stadt: Am Rhein liegt das Gelände, auf dem die Landesgartenschau stattfand, dort gibt es einen Weißtannen-Turm, eine Fußgänger-Brücke und Kulturveranstaltungen zum Beispiel im Bereich "Rosengarten". Aktuelle Veranstaltungen: Vom 14. bis 19. Juli 2009 Sommerkinonächte im Kehler Freibad und vom 18. bist 20. September ein "Grenzüberschreitendes Rheinfest Kehl-Strasbourg".

Fiona Härtel ist Geschäftsführerin bei der Kehl Marketing GmbH und der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderung GmbH Kehl. Was ähnlich klingt, hat unterschiedliche Aufgaben und Finanzierung:  Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH Kehl: Die Stadt Kehl und örtliche Unternehmen tragen die GmbH zu jeweils 50 Prozent. Mit im Boot sind unter anderem die Otto Nußbaum GmbH, Badische Stahlwerke, Presstrade und der Zusammenschluss der Einzelhändler. Kehl Marketing GmbH: Wird zu 100 Prozent von der Stadt finanziert, unter anderem fällt die Stadthalle darunter.

(Redaktion)


 


 

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