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Bei Spectral in Freiburg gehen die Lichter aus

Bei dem einstigen Freiburger Vorzeigunternehmen Spectral gehen die Lichter aus.

Zum zweiten Mal seit 2008 ist der Leuchtenbauer Spectral, zu dessen Kunden unter anderem Bundesministerien, Kliniken und Universitäten gehörten, insolvent. Nun wird Spectral abgewickelt. Die Mitarbeiter waren schon seit zwei Wochen nicht mehr im Betrieb, die Juligehälter stehen aus, nun soll eine Beschäftigungsgesellschaft sie für drei Monate übernehmen. Was danach auf die Betroffenen zukommt, ist offen. Zuletzt waren bei Spectral über 100 Menschen beschäftigt.

„Wir haben am Samstag aus der Zeitung erfahren, dass wir abgewickelt werden“, sagte ein frustrierter Spectral-Mitarbeiter am Dienstag am Rand einer Protestkundgebung vor dem Betriebsgebäude im Industriegebiet Haid in Freiburg. Dort hatten sich die Mitarbeiter am Dienstag versammelt, um von Insolvenzverwalter Harald E. Manias Klarheit über ihre Zukunft zu bekommen: „Wir haben uns von ihm schlecht und lückenhaft informiert gefühlt“, so ein Mitarbeiter der Firma. Auch die IG-Metall hatte die Informationspolitik gegenüber den Spectral-Beschäftigten kritisiert. Nun fand eine Betriebsversammlung unter freiem Himmel statt.

Spectral wurde vergangene Woche an das Leuchtenunternehmen „Ridi“ im schwäbischen Jungingen verkauft. Der neue Eigentümer hat bereits damit begonnen, die Maschinen aus dem Gebäude zu entfernen. Der Standort Freiburg, dessen überdimensionierte Größe einer der Kostenfaktoren war, die nun zur neuerlichen Pleite führten, soll nicht erhalten bleiben.

(Ralf Deckert)


 


 

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