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Projekt "Ganter 2010"

Freiburger Brauerei rüstet sich für die Zukunft

Im Zeitplan liegen die Planer des Zukunftskonzeptes „Ganter 2010“ laut Brauerei. Ziel dieses Konzeptes ist es, Ganter als moderne, regionale Biermanufaktur neu aufzustellen und zu positionieren. Dies im „Ganterland“, das von der Schweizer Grenze bis in die Ortenau reicht. In der Region verwurzelt, auf dem soliden Fundament einer fast 145-jährigen Firmengeschichte, werden die Weichen neu gestellt, um das Unternehmen am Standort Freiburg in eine sichere Zukunft zu führen. Mit einem Katalog an Maßnahmen rüstet sich die Brauerei Ganter für die Zukunft. Die Familie Ganter lässt keine Zweifel aufkommen, dass das Zukunftskonzept, das Investitionen in die Technik, in Personal-Qualifizierung, ins Marketing und den Vertrieb vorsieht, auf einem tragfähigen betriebswirtschaftlich abgesicherten Konzept basiert. Um im Wettbewerb bestehen zu können ist geplant, das Unternehmen effektiver und schlagkräftiger aufzustellen.

Die wirtschaftliche Situation geht auch an Ganter nicht spurlos vorbei. Schlossen die letzten drei Geschäftsjahre der Brauerei jeweils mit einer schwarzen Null in der Bilanz ab, so endete das Brauerei-Geschäftsjahr 2008 mit einem Minus. Verantwortlich dafür waren: die gestiegenen Preise für Rohstoffe, für Energie und die Umstellung von der Eigenproduktion Pepsi auf die Handelsware Coca Cola. Zusammen haben diese Faktoren zu einer Mehrbelastung geführt, die in dem derzeit extrem schwierigen Markt nur teilweise kompensiert werden konnten. Im laufenden Geschäftsjahr liegt die Entwicklung von Ganter im Landestrend, der derzeit ein leichtes Minus erkennen lässt. Allerdings hofft die Branche auf einen guten Sommer, der sich meist positiv auf das endgültige Jahresergebnis auswirkt. 

Freude bereitet weiterhin die Marke „Freiburger“ mit einem erneuten Plus von derzeit sieben Prozent mit dem Potential, zum Jahresende wieder einen zweistelligen Zuwachs zu erreichen. Die Stammmarke „Ganter“ wurde neu positioniert und soll - unterstützt durch eine neue Kampagne- als feste Größe im Markt stehen. 

Der Blick nach vorn

Im Zeitplan liegt die Umsetzungsphase des Konzeptes „Ganter 2010“. „Unser Ziel ist nicht die Schrumpfung, sondern die Modernisierung der Brauerei Ganter. Wir wollen eine wendige, moderne, regionale Brauerei schaffen und dazu bedarf es langfristiger Investitionen in die Bereiche Technik, Personal, das Marketing und den Vertrieb.“ so Harmut Martin, Geschäftsführer der Brauerei.

Mit der Umsetzung wurde bereits begonnen: Die Modernisierung des Sudhauses ist gerade abgeschlossen. Eine neue Würzpfanne wurde eingebaut und die Abläufe komplett automatisiert. Allein durch diese Maßnahme wird sich der Energiebedarf im Sudhaus voraussichtlich um 20 bis 30 Prozent verringern. Dies ist nur der erste Schritt und der Grundstein für alle weiteren Modernisierungen. Dem folgt nun ein Bauantrag für einen Umbau, in dem zukünftig mit modernster Technik ausgestattet, die Gär- und Lagertanks untergebracht werden sollen. Auch an der Verbesserung der Energiebilanz und Umweltverantwortung wird bei Ganter intensiv gearbeitet: Durch die Modernisierung der Gär-und Lagertanks wird sich der CO²-Ausstoß voraussichtlich um mehrere tausend Tonnen verringern. Vorreiter in der Gewinnung von Solarstrom war die Brauerei in Freiburg bereits vor Jahren, als sie Dachflächen für Solarmodule zur Verfügung stellte. „Unsere Investitionen sollen uns helfen, konsequent Kosten einzusparen und hohe Qualität zu liefern – das ist unsere beste Zukunftssicherung“ so Martin. 

Weniger Personal

Alle Prozesse werden Auswirkungen auf die personelle Situation der Brauerei haben. In allen Bereichen wird rationalisiert, Abläufe werden optimiert und Mitarbeiter weiter qualifiziert. Davon ist auch die Verwaltung nicht ausgenommen. In der Produktion werden die Mitarbeiter zukünftig nicht mehr für nur spezielle Tätigkeiten verantwortlich sein, sondern sollen bedarfsgerecht und universell eingesetzt werden. Dies verlangt von allen eine hohe Flexibilität und Lernbereitschaft. Gerade hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Betriebsrat und der Belegschaft ein Kurzarbeitskonzept verabschiedet und kann damit auf saisonale Schwankungen flexibel reagieren. Diese saisonal schwachen Zeiten sollen als Chance zur internen und externen Aus- und Weiterbildung und damit zur Qualifizierung genutzt werden. Derzeit wird mit zehn Mitarbeitern über Altersteilzeit verhandelt. Veränderungen wird es in der Geschäftsleitung geben: Maximilian Erlmeier steht für die Umsetzung des neuen Konzeptes nicht mehr zur Verfügung. Er verläßt das Unternehmen zum 30. Juni 2009. 

Marketing: Qualität aus der Region für die Region

Neue Wege erfordern neue Bilder. Mit einer neuen Homepage und mit einer Dachkampagne zur Marke “Ganter“ positioniert sich die Brauerei neu: „Viele Bürger empfinden uns als große und anonyme Braustätte. Wir wollen zeigen, dass dies nicht stimmt. Deshalb wollen wir mit dem Bild der regionalen Biermanufaktur unsere Zielgruppen erreichen, so Katharina Ganter-Fraschetti, zuständig in der Geschäftsleitung für das Marketing. Die Bilderwelt der Kampagne ist authentisch und zeigt beispielsweise den Braumeister persönlich. Damit bringt Ganter zum Ausdruck, dass nicht nur die Inhaber sonder alle Mitarbeiter hinter der Qualität der Ganter-Biere stehen. 

Die Brauerei Ganter wird sich weiter auf das Kerngeschäft und auf das Ganter-Kerngebiet konzentrieren. Im „Ganter-Land“, das von der Schweizer Grenze bis in die Ortenau reicht, will Ganter auch in Zukunft ein zuverlässiger Partner für die Gastronomie, aber auch für die Konsumenten in der Region sein.
Dabei verfolgt Ganter bereits seit geraumer Zeit in der Gastronomie ein konsequentes Partner-Konzept: Wichtig für die Brauerei ist es zu prüfen, ob die Konzepte der Wirte mit der Zukunftsvision von Ganter übereinstimmen. Im Vordergrund jeder neuen Investition in der Gastronomie steht die Werthaltigkeit. Ein gutes Beispiel für eine gelungene Umsetzung ist dafür die Sanierung des Traditions-Gasthauses „Goldener Sternen“ in Freiburg. Dieses Beispiel zeigt, dass partnerschaftliches Denken und Handeln für beide Seiten auch wirtschaftlich erfolgreich sein kann.  

Das Konzept „Ganter 2010“ ist ambitioniert und langfristig angelegt. Bei allen Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienz , hält die Brauerei Ganter an ihrem Regional-Konzept fest. Auch in Zukunft wird Ganter die Rohstoffe aus der Region beziehen. Die Nähe zu den Bauern, die die Braugerste liefern, oder zum Hopfengarten bietet dem Braumeister die Chance, die Qualität der Ware vor Ort zu prüfen und durch Kontrollbesuche die geforderten Qualitätsstandards zu halten. Mit der Nähe zu den Partnern verfolgt die Brauerei das Ziel, einen bewussten Beitrag zum Umgang mit der Umwelt zu leisten und hilft durch das regionale Einkaufsverhalten, die Existenz von regionalen Zulieferern zu sichern.

(Redaktion)


 


 

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