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Freiburger Elektronikhersteller

Für fast alle Mitarbeiter bei Hüttinger Kurzarbeit geplant

Hüttinger führte im Juni Kurzarbeit in seinem Freiburger Werk ein. Davon betroffen sind etwa 320 der 421 Mitarbeiter. Grund hierfür ist die schlechte Auftragslage. Der Auftragseingang ist nach Angaben des Unternehmens in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2008/09 um 15 Prozent gesunken. Der schlechte Trend halte unverändert an. Bereits in den vergangenen Monaten passte das Elektronikunternehmen seine Kapazitäten der gesunkenen Nachfrage an. Bis Ende Mai speiste sich die Ausfallzeit aus den Zeitkonten der Mitarbeiter, ohne dass sie Einkommenseinbußen erfuhren. Jetzt will Hüttinger in allen Unternehmensbereichen für bis zu 18 Monate Kurzarbeit einführen.

130 Mitarbeiter begonnen damit im Juni, der größere Teil folgt nach der Sommerpause. Je nach betrieblicher Notwendigkeit reichen die Arbeitszeitkürzungen von 20 bis zu 40 Prozent. Weitgehend ausgenommen von Kurzarbeit bleiben die Mitarbeiter, die sich mit der Entwicklung neuer Produkte beschäftigen. Hüttinger will seine Mitarbeiter während der Kurzarbeit weiterbilden. Das Unternehmen investiert in die Qualifizierung, um bei wieder ansteigender Auftragslage gestärkt aus der Kurzarbeit herauszukommen. Auch für die Mitarbeiter wirkt die eigene Weiterqualifizierung motivierend. Ein rascher Übergang von der Kurzarbeit in die normale Arbeitszeit, so das Unternehmen, sei jederzeit möglich, sobald die Nachfrage nach Hüttinger Produkten dies wieder erlaubt.

Erst kürzlich hat Hüttinger Mädchen Elektronik nahegebracht: „Wir möchten junge Frauen für Technik begeistern", betont Ralf Gärtner, Ausbildungsleiter bei Hüttinger Elektronik. Um diesen Vorsatz in die Tag umzusetzen, hat das Freiburger Unternehmen diese mehrere Veranstaltungen für technikinteressierte junge Mädchen angeboten: Am 22. und 24. April nahmen 20 Mädchen, die von IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit in der Erzdiözese Freiburg unterstützt werden, an einem Praxistag bei Hüttinger teil. Und am 23. April beteiligte sich das Unternehmen bereits zum fünften Mal am Girls` Day.

Hüttinger gehört zur international agierenden Trumpf-Gruppe. Die will, so wurde im März bekannt, das Geschäft in Taiwan neu ordnen. Neben dem Vertrieb von Werkzeugmaschinen und Lasern stärkt das Technologieunternehmen seine Elektroniksparte, indem es das dortige Service- und Wartungsangebot ausbaut. Innerhalb von zwei Jahren nahm die Zahl der Servicemitarbeiter in diesem Bereich von zwei auf jetzt zehn zu. Tendenz weiter steigend. Trumpf-Generatoren zur Stromversorgung sind das Herzstück in Produktionsanlagen für Halbleiter und Flachbildschirme. Taiwan zählt nach Angaben der Außenwirtschaftsagentur German Trade and Invest in diesen Industriezweigen zur Weltspitze und hat dort in den vergangenen Jahren hohe Wachstumsraten erzielt.

Hintergrund: Hüttinger Elektronik ist ein weltweit führender Hersteller von Stromversorgungen für Plasmaanwendungen,  Induktionserwärmung und Laseranregung. Der Stammsitz des Unternehmens befindet sich in Freiburg. Seit 1990 ist Hüttinger Elektronik Mitglied der Trumpf-Gruppe. Die Trumpf-Gruppe zählt mit einem Umsatz von 2,14 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2007/08) und rund 8.000 Mitarbeitern zu den weltweit führenden Unternehmen in der Fertigungstechnik. Unter dem Dach einer Holding sind die drei Geschäftsbereiche - Werkzeugmaschinen/Elektrowerkzeuge, Lasertechnik/Elektronik und Medizintechnik - zusammengefasst. Kerngeschäft sind Werkzeugmaschinen für die flexible Blechbearbeitung zum Stanzen und Umformen, für die Laserbearbeitung und zum Biegen. Im Bereich industrieller Laser und Lasersysteme ist das Unternehmen mit Stammsitz in Ditzingen nahe Stuttgart Technologie- und Weltmarktführer. Mit 57 Tochtergesellschaften und Niederlassungen ist die Gruppe in fast allen europäischen Ländern, in Nord- und Südamerika sowie in Asien vertreten. Produktionsstandorte befinden sich in Deutschland, China, Frankreich, Großbritannien, Japan, Mexiko, Österreich, Polen, in der Schweiz, Tschechien und in den USA.

(Redaktion)


 


 

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