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Üppige Weihnachtsbescherung

Der Gabentisch wird dieses Jahr reichlich gedeckt sein

Rund 93 Prozent der Deutschen beabsichtigen, für durchschnittlich 245 Euro Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Laut einer aktuellen Studie der GfK Gruppe kann der Handel mit Umsätzen für Geschenke in Höhe von rund 14 Milliarden Euro rechnen. Die Renner sind Bücher, Bekleidung und Accessoires sowie Spielwaren.

Wer viel verdient, plant große Geschenke; wer weniger hat, ist erwartungsgemäß bescheidener. Menschen, die in Haushalten mit weniger als 1.500 Euro monatlichem Nettoeinkommen leben, beabsichtigen durchschnittlich 146 Euro auszugeben. Liegt das Haushaltseinkommen bei netto mehr als 3.500 Euro, dann steigt der Wert der geplanten Geschenke auf durchschnittlich 366 Euro. Unterschiede gibt es auch zwischen Ost und West. Während in den alten Bundesländern durchschnittlich 251 Euro für Geschenke vorgesehen sind, liegt der Durchschnittswert im Osten bei nur
224 Euro.

Allen voran wird die Familie bedacht. Rund zwei Drittel wollen die eigenen Eltern und Schwiegereltern beschenken, wobei der Kauf der Präsente oftmals den Frauen obliegt. Bei nahezu gleich vielen Menschen soll auch der Partner oder die Partnerin bedacht werden. Geschenke für die eigenen Kinder und die Geschwister sind bei rund 30 Prozent eingeplant. Deutliche Geschlechterunterschiede zeigen sich bei der Frage, ob man Freunden etwas schenken soll. Während rund 40 Prozent aller Frauen hier Weihnachtseinkäufe planen, finden sich unter Männern nur knapp 19 Prozent. Dieser Trend zeigt sich auch bei den Geschenkemuffeln. Rund 10 Prozent der Männer wollen dieses Jahr überhaupt nichts kaufen. Unter Frauen liegt der Anteil bei nur 5 Prozent.

Bücher, Kleidung und Spielwaren sind Verkaufsschlager

Die Chancen, in diesem Jahr ein Buch unterm Weihnachtsbaum zu finden, sind groß. Rund 40 Prozent aller Deutschen wollen Lesestoff verschenken (siehe Abbildung am Ende des Textes). Unter Frauen liegt der Anteil bei 45 Prozent, Männer planen nur zu einem Drittel entsprechende Käufe. Durchschnittlich sind im Weihnachtsbudget 39 Euro für Bücher vorgesehen. Laut Berechnungen der GfK Gruppe entspricht dies einem Umsatzvolumen von rund einer Milliarde Euro.

Den zweiten Rang unter den Geschenken belegen Bekleidung und Accessoires. Ein Drittel aller Deutschen plant hier Käufe, durchschnittlich für 77 Euro. Die Gesamtumsätze dürften sich auf rund 1,74 Milliarden Euro belaufen. Je höher das Einkommen der Haushalte, umso häufiger stehen Bekleidung und Accessoires auf der Geschenkeliste. Auch das Geschlecht hat einen deutlichen Einfluss: Knapp 40 Prozent der Frauen werden Modeartikel kaufen, unter Männern liegt der Wert bei nur 27 Prozent.

Auf dem dritten Rang finden sich Spielwaren, die bei einem Drittel aller Deutschen auf der Geschenkeliste stehen. Die 25- bis 44-Jährigen sind hier die größten Käufer, nahezu die Hälfte dieser Altersklasse wird Spielzeug kaufen. Die durchschnittlichen Ausgaben für Spielwaren belaufen sich auf rund 70 Euro, was ein Umsatzpotenzial von knapp 1,57 Milliarden Euro verspricht.

Auch Lebensmittel und Getränke werden gerne verschenkt und schaffen es auf den vierten Platz. Etwas über ein Viertel der Bevölkerung plant hier Käufe für durchschnittlich 37 Euro. Dies entspricht einem Umsatz von rund 650 Millionen Euro. Vom Präsentkorb über Weine bis zu Süßwaren − vor allem jüngere Menschen wählen solche Geschenke. Auffällig ist ein deutlicher Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland. Während in den westlichen Bundesländern Lebensmittel und Getränke von 23 Prozent der Menschen verschenkt werden, liegt der Wert in den östlichen Bundesländern bei 38 Prozent.

Ältere verschenken gerne Bargeld

Gutscheine sind ebenfalls beliebt. Knapp ein Viertel der Deutschen will sie verschenken und dabei durchschnittlich 71 Euro investieren. Auf dem nächsten Rang finden sich Kosmetikartikel und Parfüm. Ein Fünftel der Deutschen wird hier zugreifen und durchschnittlich 45 Euro ausgeben, je jünger umso häufiger. Gleiches gilt für CD’s und DVD’s, die rund 19 Prozent der Deutschen verschenken wollen, im Durchschnitt für 35 Euro.

Wer keine Idee für seine Lieben hat, greift gerne auch zu Bargeld. Rund 16 Prozent der Deutschen bekunden, dass sie Geldgeschenke machen wollen, im Schnitt in Höhe von 183 Euro. Auffällig ist hier die Altersstaffelung: je Älter der Schenker, umso wahrscheinlicher das Geldkuvert. Von den 55- bis 64-Jährigen plant ein Drittel mit diesem Geschenk "Marke Sicher".

Platz neun der beliebtesten Präsente belegen Abos und Veranstaltungstickets, die rund 13 Prozent der Deutschen verschenken wollen, durchschnittlich für 78 Euro. Schmuck und Uhren schaffen es auf Rang 10. Deutschlandweit wollen knapp 11 Prozent hier zugreifen, unter den 14- bis 24-Jährigen sogar 16 Prozent. Wertvolle Juwelen dürften aber nicht unter dem Weihnachtsbaum landen, denn im Durchschnitt sollen 88 Euro eingesetzt werden. In Summe ergeben sich hierdurch rund 640 Millionen für den Handel.

E-Commerce Reichweiten variieren stark

Geschenke im Internet zu ordern, erfreut sich großer Beliebtheit. Kein Stress im innerstädtischen Weihnachtsrummel, eine riesige Produktauswahl und der bequeme Preisvergleich sprechen für den Kauf per Klick. Aber nicht jeder Produktbereich ist hier aus Verbrauchersicht gleichermaßen geeignet. Spitzenreiter unter den Interneteinkäufen sind Abos und Veranstaltungstickets. Rund 41 Prozent der Befragten planen, bei dieser Geschenkart auch im Internet einzukaufen. Ebenfalls beliebte E-Commerce-Artikel sind CD’s und DVD’s (38 Prozent), Bücher (34 Prozent), Handys und Smartphones (32 Prozent) sowie Software und Computerspiele (je 32 Prozent). Am unteren Ende der E-Commerce-Charts finden sich Lebensmittel und Getränke (5 Prozent), Kosmetikartikel und Parfüm (11 Prozent), Gutscheine (12 Prozent), Sportartikel sowie Bekleidung und Accessoires (jeweils 16 Prozent). Bei diesen Produktgruppen wollen die Verbraucher die Waren wohl gerne vor dem Kauf anfassen und ausprobieren.

Basteln ist Frauensache

Geschenke selbst zu basteln, erfreut sich zumindest unter Männern keiner großen Beliebtheit. Gerade einmal 13 Prozent haben dieses Jahr vor, selbst kreativ zu werden. Unter Frauen liegt der Anteil mit 33 Prozent erheblich höher. Ein weiterer Trend: Je jünger die Menschen sind, umso mehr wird gebastelt. Umsonst sind Bastelgeschenke aber auch nicht, durchschnittlich 27 Euro hat jeder Bastler für die Utensilien eingeplant.

(gfk)


 


 

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