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Wohngebäudeversicherungen

Gebäudeversicherung verhindert den finanziellen Ruin

Eine Wohngebäudeversicherung ist wichtig: Sie verhindert den finanziellen Ruin, wenn Feuer, Sturm oder Leitungs­wasser das Haus beschädigen oder zerstören.

Finanztest hat Beiträge und Leistungen von Wohngebäude- und Elementar­schaden­versicherungen verglichen. Fazit: Durch einen Wechsel können Haus­eigentümer mehr als 500 Euro pro Jahr sparen.

Auch Totalschaden versichert

Ein Sturm deckt das Dach ab, nach einem Rohrbruch steht das Erdgeschoss unter Wasser, ein Feuer zerstört das Haus komplett: In solchen Fällen kommt der Wohngebäudeversicherer für den Schaden auf. Auf den Gebäudeschutz sollte deswegen kein Immobilienbesitzer verzichten. Rund 20 Millionen Hausbesitzer in Deutschland besitzen bereits eine Police. Die meisten haben die Wohngebäudeversicherung als „gleitende Neuwertversicherung“ abgeschlossen. Dann bezahlt der Versicherer nach einem Totalschaden immer den Wiederaufbau des Gebäudes zu den aktuellen Baupreisen. Finanztest hat 120 Angebote untersucht, dazu 125 Angebote für Beschäftigte im öffentlichen Dienst.

Mehr als 500 Euro sparen

Der Preis für den Versicherungsschutz hängt vom Wert sowie der Lage des Hauses und davon ab, ob der Versicherer günstig oder teuer ist. Und dieser Unterschied zwischen günstig oder teuer kann erheblich sein. Das zeigt das Beispiel eines der Finanztest-Musterfälle: Für das Einfamilienhaus in Münster zahlt der Eigentümer bei der Barmenia, Tarif Komfort, 782 Euro im Jahr. Der Versicherer Medien verlangt im Tarif Standard 218 Euro. Preisersparnis bei einem Wechsel: 564 Euro. Die umfangreicheren Zusatzleistungen der Barmenia wiegen die Preisdifferenz nicht auf.

Wichtige Zusatzleistungen

Den Überblick im Tarifdschungel zu behalten, ist nicht ganz einfach. Die Versicherer haben viele Zusatzleistungen im Angebot, sogenannte Deckungserweiterungen. Alle Tarife im Test etwa schließen als Extra Abbruch- und Aufräumungskosten ein – mit unterschiedlichen Entschädigungsgrenzen. Nach einem Brandschaden können die Kosten für den Abtransport von Resten eines zerstörten Hauses schließlich in die Tausende gehen. Teuer kann auch die Entsorgung von Boden werden, der durch Heizöl oder giftigen Brandschutt verseucht wurde. Auch hier ist es sinnvoll, wenn der Versicherer mindestens einen Teil der Kosten übernimmt.

Schutz individuell gestalten

Je nach Haus und Grundstück sind weitere Zusatzleistungen sinnvoll. Das Finanztest-Modellhaus hat zum Beispiel eine Ölheizung mit elektronischer Steuerung, die durch Überspannung infolge eines Blitzes beschädigt werden könnte. Hausbesitzer mit ähnlichen Anlagen sollten darauf achten, dass ihr Schutz solche Schäden umfasst. Wer Bäume auf dem Grundstück hat, achtet darauf, dass auch die Aufräumkosten für Bäume nach einem Sturmschaden versichert sind. Nebengebäude auf dem Grundstück sowie größere Carports oder Gartenhäuser müssen häufig separat ver­sichert werden. Eigentümer einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach können auch diese in der Wohngebäudever­sicherung mitversichern. Zerstören Sturm oder Hagel die Module, wird der Schaden ersetzt.

Elementarschäden zusätzlich versichern

Vor dem Abschluss einer Wohngebäude­versicherung sollten Hausbesitzer prüfen, ob sie zusätzlich eine Elementarschaden­versicherung brauchen. Dann hilft der Versicherer zum Beispiel auch nach Schäden durch Naturereignisse wie Hochwasser, Starkregen, großen Schneelasten oder Erdbeben. Schäden durch natürliches Wasser wie Regen sind von der normalen Wohngebäudeversicherung nicht gedeckt. Da sich Unwetterschäden häufen, kann der zusätzliche Elemantarschadenschutz sinnvoll sein. Zurzeit sind rund 30 Prozent der Häuser in Deutschland gegen solche Naturereignisse versichert. Finanztest hat 69 Angebote für die erweiterte Elementarschadenversicherung untersucht.

(test.de)


 


 

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