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Lebensmittelkennzeichnung

Gehampel mit der Ampel

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz haben sich am 03.06.09 der Verbraucherzentrale Bundesverband, foodwatch, die Krankenkasse AOK und Frosta, ein Produzent von Tiefkühlprodukten, für eine Ampelkennzeichung auf Lebensmittelverpackungen ausgesprochen. Hierzu erklärte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Stefan Genth: Der Einzelhandel will die Verbraucher weiterhin objektiv über die Nährwerte der Lebensmittel informieren. Wie hoch der Anteil des Lebensmittels etwa am täglichen Energiebedarf ist, ist dabei die für die Kunden wichtigste Aussage.

Diese und weitere Angaben finden die Verbraucher auf vielen Eigenmarken des Handels und immer mehr Markenartikeln. Die Ampel ist keine objektive Kennzeichnung, sondern wertet. Ihr Nutzen ist wissenschaftlich nicht belegbar und führt durch Vereinfachungen die Verbraucher in die Irre. Fakten statt Farben zählen. Stoppschild für die Ampel.

Das Engagement der gesetzlichen Krankenversicherung AOK für die Ampelkennzeichnung geht zu weit. Die AOK nutzt die Krankenversicherungsbeiträge, um Werbung für Produkte eines Herstellers zu machen, die keinen Deut gesünder sind als andere. Die AOK hat anscheinend vergessen, dass jedes Lebensmittel seinen Platz in einer ausgewogenen Ernährungs- und Lebensweise hat. Das ist nicht im Interesse ihrer Versicherten, deren Beiträge sie für die pro-Ampel-Werbung verschwendet. Diese Werbung sollte sich die Gesundheitskasse verkneifen und statt dessen die Beiträge der Versicherten senken.

(HDE)


 


 

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