Sie sind hier: Startseite Südbaden Aktuell News
Weitere Artikel
GfK-Studie "best brands 2010"

Lego, Samsung und Google die Top-Marken

Die erfolgreichsten Marken in Deutschland sind im Rahmen einer Gala im Bayerischen Hof in München mit den best brands-Awards ausgezeichnet worden.

Als „Beste Produktmarke“ überzeugte der Spielwarenhersteller Lego. Der Elektronikkonzern Samsung gewann als „Beste Wachstumsmarke“ und Google wurde als „Beste Unternehmensmarke prämiert. In der Sonderkategorie „Beste Nachhaltigkeitsmarke bei Entscheidern“ gewann der Markenartikelhersteller Henkel. Das Besondere an der Auszeichnung: Nicht eine Jury entscheidet über die Gewinner, sondern die Verbraucher selbst. Die Ergebnisse wurden in einer Studie der GfK ermittelt.

Die prämierten Kandidaten werden an zwei wesentlichen Kriterien gemessen: an ihrem tatsächlichen wirtschaftlichen Markterfolg (Share of Market) und an der Beliebtheit ihrer Marke in der Wahrnehmung der Verbraucher (Share of Soul). Das deutsche Markenranking best brands wurde im Jahr 2004 von der GfK Gruppe, der Serviceplan Gruppe, der ProSiebenSat.1 Group, der WirtschaftsWoche, dem Markenverband und der iq media marketing ins Leben gerufen. Seither wird der best brands-Award jährlich verliehen. Ziel der Preisverleihung und des begleitenden Tageskongresses ist, erfolgreiche Markenführung in Deutschland zu fördern.

best brands – die Gewinner 2010

In der Kategorie "Beste Unternehmensmarke" liegt Vorjahressieger Google vor den Automobilbauern Audi (Platz 2) und Volkswagen (Platz 3). Damit sichert sich der Internetdienstleister nach den Jahren 2006 und 2009 zum dritten Mal den ersten Platz in dieser best brands-Kategorie.

Die Marke Lego hat es in der Kategorie "Beste Produktmarke" in diesem Jahr aufs Siegertreppchen geschafft. Damit verweist das Unternehmen den Vorjahressieger Miele auf Platz 2 vor der Marke Nivea, die den dritten Platz belegte. Bereits zum siebten Mal in Folge wurde der Spielwarenhersteller unter die Top Ten des deutschen Markenrankings gewählt.

Große Bewegung kam in das Ranking "Beste Wachstumsmarke": Einzig Samsung konnte sich gegenüber dem Vorjahr in dieser Kategorie halten und zudem von Platz 2 auf Platz 1 vorrücken. Die Plätze 2 bis 9 gehen an Marken, die noch nie im Ranking vertreten waren. Die Plätze 2 und 3 belegen Acer und Punica.

Die diesjährige Sonderkategorie "Beste Nachhaltigkeitsmarke bei Entscheidern" führt der Markenartikelhersteller Henkel an. Das Düsseldorfer Unternehmen konnte sich gegenüber dem Industriegasproduzenten Linde (Platz 2) und dem bayerischen Automobilbauer BMW (Platz 3) durchsetzen und sich die Top-Position sichern.

best brands – die Methode des Markenawards

Um die "Beste Produktmarke" zu ermitteln, untersuchte die GfK zunächst den tatsächlichen Markterfolg (Share of Market) der gut 200 bekanntesten Marken aus 31 Branchen bei schnelllebigen Verbrauchsgütern (FMCG) und langlebigen Gebrauchsgütern. Dazu wurden von Oktober 2008 bis September 2009 Informationen zu Erfolgsindikatoren wie Marktanteil, Preispremium und Käuferbindung aus dem GfK ConsumerScan Individualpanel mit 35.000 Personen, dem GfK ConsumerScan Haushaltspanel mit 30.000 Haushalten, dem GfK Retail and Technology Handelspanel technischer Gebrauchsgüter mit 19.500 Geschäften, dem GfK Textilpanel mit 7.000 Haushalten sowie der GfK Automobilmarktforschung ausgewertet. Um anschließend die Attraktivität der Marken bei den Konsumenten, den so genannten Share of Soul zu bestimmen, wurden in den Monaten Oktober und November 2009 Telefoninterviews mit 3.000 bundesweit repräsentativ ausgewählten Personen durchgeführt. Sie wurden danach befragt, wie attraktiv sie die Marken finden, die zuvor branchenübergreifend als die Erfolgreichsten ermittelt wurden. Gemessen wurde hier an Kriterien wie Markenvertrauen und -identifikation, Mehrpreisakzeptanz und Qualität. Durch das Zusammenführen der beiden Komponenten, des erlösorientierten Markenerfolges und der einstellungsorientierten Markenattraktivität wird die beste Produktmarke bestimmt.

Welche Marke die Beste Wachstumsmarke des Jahres ist, zeigt sich anhand der verhältnismäßig dynamischen Entwicklung dieser Marken im Vergleich zum Vorjahr. Die wachstumsstärkste Produktmarke ist gekennzeichnet durch die stärkste Veränderung beim Marktanteil und auch bei der Markenattraktivität. Hier wurden – wie auch bei der "Besten Produktmarke" – sowohl der zählbare als auch der emotionale Markenerfolg gemeinsam analysiert.

Um die "Beste Unternehmensmarke" zu ermitteln, werden die rationalen wie auch die emotionalen Einstellungen der breiten Öffentlichkeit zu diversen Unternehmen ermittelt. Diese separate Messung erfolgte im Rahmen von Telefoninterviews im Oktober 2009. Deutschlandweit wurden 2.000 repräsentativ ausgewählte Verbraucher nach Erfolgsfaktoren wie Internationalität, Ansehen als Top-Unternehmen, Produktqualität, Sympathie oder Einzigartigkeit befragt. Als Basis der Untersuchung diente eine Aufstellung von 63 Unternehmen, die zuvor nach den drei Kriterien Umsatzvolumen, Bekanntheit und Marktkapitalisierung erstellt wurde.

Sonderkategorie "Beste Nachhaltigkeitsmarke bei Entscheidern"

Die Untersuchung für die Sonderkategorie »Beste Nachhaltigkeitsmarke bei Entscheidern« unterscheidet sich hinsichtlich der befragten Zielgruppe deutlich von den übrigen best brands-Kategorien: Der Fokus liegt hier auf den so genannten Entscheidern, die als Meinungsbildner und ebenfalls als besonders konsumstarke Gruppe gelten. Die Verteilung der Berufsgruppen erfolgt dabei analog zur "Leseranalyse Entscheider (LAE)" und setzt sich aus 52 Prozent leitenden Angestellten, 22 Prozent Selbständigen mit mindestens zehn Mitarbeitern, 17 Prozent Freiberuflern und 9 Prozent Beamten im höheren Dienst zusammen, die alle über ein Haushaltsnettoeinkommen von jeweils mehr als 3.500 Euro verfügen. Für die diesjährige Sonderkategorie wurden 750 repräsentativ ausgewählte Entscheider Ende Oktober und Anfang November 2009 per Online-Interview zu den Indikatoren Umweltorientierung, Ressourcenschonung, Soziales Engagement, Mitarbeiterverantwortung und Umweltorientierung des Angebotes befragt.

Die Bewertung dieser Sonderkategorie lässt sich dabei mit den best brands-Kriterien für Unternehmensmarken vergleichen. Auch hier geht es primär um die Anziehungskraft der Marken auf die Zielgruppe, weniger um spezifische Kaufhandlungen.

(gfk)


 


 

best brands 2010
GfK-Studie
Lego
Samsung
Google
Top-Marken
Henkel

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "best brands 2010" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: