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"Riesenrad" - Fonds

„Global View“ Anleger fürchten um ihr Geld!

Anleger, die sich am Fonds „Global View“ beteiligt haben, um in Riesenräder in Berlin, Peking oder Orlando zu investieren, fürchten um ihr Geld. Die meisten Anleger wurden von der Deutschen Bank beraten, wie test.de informiert.

Mehr als 200 Millionen Euro verbraucht

Rund 10 000 Anleger haben 2006 und 2007 Beträge ab 10 000 Euro in den geschlossenen Fonds der Great Berlin Wheel GmbH & Co. KG investiert. Herausgeber ist die DBM Fonds GmbH, eine 100prozentige Tochter der Privatbank Delbrück Bethmann Maffei AG, die zur holländischen ABN Amro-Gruppe gehört. Zusammengekommen waren mehr als 200 Millionen Euro.

Krisensitzung in Frankfurt

Dass die Fondsmittel nahezu aufgebraucht sind, haben die Anleger von der Geschäftsführung des Fonds auf einer Krisensitzung am 7. August in Frankfurt am Main erfahren. Das Geld reichte lediglich für das Fundament des Riesenrads in Peking. Dabei sollten Riesenräder in Berlin, Dubai, Tsingtao und an anderen Orten gebaut werden. Das Projekt „Riesenräder“ sei in der Planungs- und Entwicklungsphase stecken geblieben, heißt es. Für alle Projekte fehle das weitere Kapital. Als Grund für die Misere gab die Geschäftsführung an, dass infolge der Finanzkrise die Anschlussfinanzierung gescheitert sei. Die Fondsgesellschaft will einen Darlehensgeber suchen, um die Riesenräder doch noch bauen zu können.

Deutsche Bank empfahl den Fonds

Viele Anleger fühlen sich falsch beraten und getäuscht, berichtet Rechtsanwältin Katja Fohrer von der Kanzlei Mattil und Kollegen in München. Sowohl Bankberater als auch Prospektherausgeber hätten Anleger falsch über die Verwendung des Anlegergelds aufgeklärt. Vielen Anlegern ist der Fonds laut Fohrer von der Deutschen Bank empfohlen worden. Dabei wurde vor allem mit den positiven Erfahrungen des Riesenrads „London Ey“ sowie mit den besonderen Renditechancen am Standort Peking geworben. Dort wäre wegen der Olympiade in 2008 mit einem Massenandrang von Kunden zu rechnen. Das Riesenrad in Berlin sollte mit 175 Metern das höchste Riesenrad Europas werden.

Anleger wollen klagen

„Das Anlegergeld ist offenbar ohne gesicherte Finanzierung investiert worden“, sagte Fohrer. Sie bereitet für Anleger des Fonds Schadenersatzklagen gegen die vermittelnden Banken sowie gegen den Prospektherausgeber des Riesenradfonds vor. Neben der Deutschen Bank haben die Privatbank Delbrück Bethmann Maffei, die Citibank und das Bankhaus Wölbern ihren Kunden den Riesenradfonds empfohlen.

Finanztest warnte bereits 2007 vor Risiken.

Weiterführende Informationen

(Redaktion)


 


 

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