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Große Staufermedaille in Gold für Dr. Heinz Eyrich

Ministerpräsident Günther H. Oettinger hat Minister a. D. Dr. Heinz Eyrich die Große Staufermedaille in Gold zuerkannt. Die Ehrung fand am Freitag (15. Mai 2009) in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin statt. Im Rahmen eines Empfangs würdigte der Regierungschef die langjährigen Verdienste Eyrichs. „Mit Dr. Heinz Eyrich wird heute eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die über Jahrzehnte kommunal-, landes- und bundespolitische Verantwortung trug. Wir ehren damit ein Lebenswerk im Dienste von Staat und Gesellschaft und einen Politiker, der Baden-Württemberg über viele Jahre mitgeprägt und mitgestaltet hat“, sagte Ministerpräsident Oettinger.

In Eyrich verbände sich Fleiß mit Charme und Freundlichkeit. Er sei immer fähig gewesen zum Kompromiss unter Demokraten - aber auch hart und leidenschaftlich, wo er gefährliche Ideologien und Radikalismen gegen den Rechtsstaat und unsere freie Gesellschaftsordnung am Werke gesehen habe. “Politische Gestaltung hatte für ihn immer auch mit christlicher Verantwortung zu tun“, erklärte der Regierungschef.

„Ihr politischer Werdegang begann auf kommunaler Ebene. Von 1962 bis 1969 waren Sie Mitglied des Gemeinderats der Stadt Freiburg. Sie zog es zunächst in die Bundespolitik. Von 1969 bis 1978 waren Sie Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Lörrach-Müllheim“, sagte Oettinger. In innen- und rechtspolitisch turbulenten Jahren sei Eyrich einer der profiliertesten Köpfe mit allseits anerkannter Sachkenntnis gewesen. 1978 habe Dr. Eyrich auf Bitten von Ministerpräsident Späth das Justizministerium von Baden-Württemberg und ab 1983 zusätzlich das Innenministerium übernommen. Ab 1980 sei Eyrich auch Mitglied des Landtages gewesen. Nach der Landtagswahl 1984 sei Eyrich Justizminister und Minister für Bundesangelegenheiten und ab 1987 auch Europaminister geworden.

Als Chef der Bonner Landesvertretung habe er auf Bundesebene im Vermittlungsausschuss, und insbesondere als wichtiger Koordinator der unionsgeführten Länder, als geschickter Verhandler viel für das Land erreicht. In der Art eines „Außenministers“ von Baden-Württemberg habe Eyrich schon 1987 als einer der ersten ein Informationsbüro in Brüssel eingerichtet. „Auch Ihr großes Engagement im Dreiländereck, so als Mitinitiator des Gipfeltreffens der Staatschefs der Schweiz, Frankreichs und Deutschlands 1989, als Mitglied der deutschen Verhandlungsdelegation zum Maastrichter Vertrag, im Rahmen der „Vier Motoren“, der Versammlung der Regionen Europas (VRE) sowie als Landesvorsitzender der Europaunion war beispielhaft. Sie sind ein überzeugter Europäer“, erklärte der Ministerpräsident. Zudem sei Eyrich von 1993 bis 2005 Präsident des Deutschen Sängerbundes gewesen.

„Bürgernähe ist für Sie die natürlichste Sache der Welt. Die Bürgerinnen und Bürger erlebten Sie als Politiker und Mensch authentisch, offen und ansprechbar. Sie waren und sind ein perfekter Repräsentant unseres Landes. Ich danke Ihnen für Ihr großes Engagement für Baden-Württemberg und weit darüber hinaus“, sagte Oettinger.

(Staatsministerium)


 


 

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