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PISA-Ländervergleich

"Gute Bildung zugänglich machen"

Der neueste PISA-Ländervergleich zeigt: Baden-Württemberg bleibt Teil des bundesweiten Spitzenquartetts.

Reutlingen, - "Rang vier ist eine gute Platzierung für unsere Schulen", kommentiert IHK-Präsident Eberhard Reiff. "Trotzdem muss es unser Anspruch bleiben, ganz nach vorne zu kommen."

Naturwissenschaften - Platz vier, Mathematik - Platz drei und Lesekompetenz - Platz vier. Das PISA-Zeugnis in diesen Disziplinen fällt fürs Ländle gut aus. Die Ergebnisse zeigen aber auch: Es bleibt genug zu tun, sagt Reiff: "Gute Bildung muss allen Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht werden. Das bedeutet: Zusätzliche Investitionen in den kommenden Jahren." Wenn ein 15-jähriger, wie beim PISA-Test, gut lesen, schreiben und rechnen können soll, dann beginnt dieser Weg noch viel früher. "Bildung muss als Prozess vom Kindergarten über die Schule bis zur Hochschule begriffen werden", so Eberhard Reiff. "Wir brauchen eine Qualitätsoffensive für die gesamte Bildung. Wenn wir die Ausbildungs- und Studienreife verbessern wollen, dann müssen wir letztlich schon im Kindergarten anfangen."

Qualitätsoffensive für Bildung
Der PISA-Vergleich zeigt zudem: Die Struktur des Schulwesens spielt für gute Ergebnisse keine zentrale Rolle. Der IHK-Präsident spricht sich daher dafür aus, die Schulstrukturdebatten der letzten Zeit schnell zu beenden. "Made in Baden-Württemberg muss auch in der Bildung das Siegel für Spitzenleistungen werden." Für die "Qualitätsoffensive" schlägt Reiff vor, ein verpflichtendes Vorschuljahr einzuführen, das vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien und solchen mit Migrationshintergrund individuelle Förderung bietet. Dazu müssen flächendeckend mehr Ganztagesschulen kommen. Berufsorientierung muss ein fester Bestandteil der Schule werden. "Die Erfolge unserer IHK-Kampagne "Wirtschaft macht Schule" in der Region zeigen, wie gut das funktionieren kann", sagt Reiff. Schulen brauchen zudem ausreichend viele Lehrkräfte, die in Hochschule und Schule pädagogisch ausgebildet, leistungsgerecht bezahlt werden und in Schulen arbeiten, die weitgehend autonom agieren können und sich im Wettbewerb bewähren.

(lifepr )


 


 

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