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Staatshilfen

Hängepartie bei Arcandor

Der Antrag des angeschlagenen Reise- und Handelskonzerns Arcandor auf Staatshilfen gerät zunehmend zur Hängepartie. Gestern dementierte ein Unternehmenssprecher, dass der Antrag mittlerweile beim Bundeswirtschaftsministerium eingegangen sei. Unterstützung erhält der Konzern, zu dem auch der Fürther Versandhändler Quelle zählt, in seinem Ruf nach Staatshilfen von ver.di-Boss Frank Bsirske.

Der Gewerkschaftsfunktionär fordert den Staat auf, die angeschlagene Kaufhauskette Karstadt nicht pleite gehen zu lassen. "Der Staat sollte Karstadt helfen, zumindest mit Bürgschaften", sagte Bsirske in einem Interview in der heute erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.  "Ein Kaufhaus-Konzern wie Karstadt mit 60.000 Beschäftigten ist nicht weniger wichtig als ein Autohersteller. Ich fordere eine Gleichbehandlung", sagte Bsirske im Hinblick auf die Diskussionen um den Automobilzulieferer Schaeffler.

Wie es scheint, hat Arcandor den Antrag auf Staatshilfen direkt ans Ministerium gestellt. Das ist im "Bürgschaftsprogramm" der Bundesregierung aber nicht vorgesehen. Um einen Teil der 75 Milliarden für notleidende Firmen zu bekommen, muss Arcandor mit seiner Hausbank kooperieren. Eine Sprecherin im Wirtschaftsministerium konnte gestern noch nicht den Eingang eines derartigen Antrages bestätigen.

Unterdessen berichtet das Handelsblatt in seiner Online-Ausgabe, dass Arcandor wohlmöglich wichtige Voraussetzungen für die Erteilung von Staatshilfen erfülle. Bis Ende April wurden beim Ministerium fünf Anträge im Volumen von sechs Milliarden Euro gestellt.

(Redaktion)


 


 

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