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Tipps für Mobiltelefonierer

Handy geklaut - was nun?

Nicht nur die Hersteller mobiler Telefone verdienen prächtig am anhaltenden Handyboom, auch Langfinger wittern längst ein lukratives Geschäft mit der handlichen Ware. Zehntausende Handys werden jährlich bundesweit geklaut. Für den Bestohlenen kann die Funkstille teuer werden. Nicht nur, dass er für ein Ersatzgerät tiefer in die Tasche greifen muss, da ohne Abschluss eines Vertrages in der Regel auch die Subvention des Handys entfällt. Sondern mit der Telefonrechnung kann auch die nächste Überraschung folgen, wenn die Karte nicht sofort gesperrt wird. Bis zur Sperrung der Karte können Unbefugte mit dem eingeschalteten Telefon munter weiter telefonieren und saftige Rechnungen verursachen.

Hier einige Tipps:

  • Nummern notieren: Wer sein Handy vermisst, sollte sofort über den Netzbetreiber die Karte sperren lassen. Meist sind dazu folgende Angaben nötig: Handyrufnummer, SIM-Kartennummer, Kundennummer oder Kundenkennwort. Die SIM-Karte befindet sich herausnehmbar im Handy. Auf ihr ist auch die Kartennummer vermerkt. Wer sich die nötigen Angaben bereits vorher griffbereit vermerkt hat, ist für den Ernstfall schneller gewappnet. Außerdem: Wer auf seinem Handy seine Festnetznummer notiert hat und das Gerät verliert, hat die Chance, von einem ehrlichen Finder zurückgerufen zu werden.
  • Handy registrieren: Jedes Mobiltelefon kann durch seine elektronische Zulassungsnummer, der so genannten IMEI-Nummer, identifiziert werden. Nach Eingabe des Tastencodes Stern-Raute-null-sechs-Raute erscheint die Nummer auf dem Display des Handys.
  • Kundenservice anrufen: Um die SIM-Karte seines Handys sperren zu lassen, muss sich der Handybesitzer an die Kundenbetreuung seines Netzanbieters oder Providers wenden. Die Netzanbieter haben zu diesem Zweck spezielle Notfallnummern eingerichtet: T-D1 (01803-302202), D2 Vodafone (0800-1721234), E-Plus (0177-1000), O2 (0179-55222 oder 01805/624357). Nicht bei allen Anbietern ist die Kartensperrung kostenfrei.
  • Ersatz-Karte: Um wieder telefonieren zu können, braucht der Kunde eine neue SIM-Karte, die beim jeweiligen Netzbetreiber oder Provider bestellt werden muss. Die Kosten für die Ersatzkarte variieren je nach Anbieter. Die Laufzeit eines abgeschlossenen Vertrags wird durch den Kauf einer Ersatzkarte nicht verändert und auch die Rufnummer sollte gleich bleiben.
  • Ersatz-Handy: Wer nach Verlust seines Handys Ersatz braucht, kann ein neues Gerät zu Normalpreisen kaufen oder auf ein gebrauchtes Handy zurückgreifen. Ein subventioniertes Gerät gibt es in der Regel nur, wenn man beim Kauf auch einen meist zweijährigen Vertrag abschließt.
  • Versicherung: Die normale Hausratversicherung zahlt nur, wenn das Handy bei einem Einbruchdiebstahl in der Wohnung oder einem Überfall gestohlen wird. Liegt ein Versicherungsfall vor, muss der Diebstahl in jedem Fall bei der Polizei angezeigt werden. Spezielle Handyversicherungen lohnen sich eigentlich nur bei sehr hochwertigen Geräten. Hier sollte man darauf achten, dass der Versicherungsschutz auch im Ausland besteht.

Um die nötigen Handy-Daten bei einer Verlustmeldung möglichst immer griffbereit zu haben, hat die Verbraucherzentrale NRW eine SOS Handy-Card entwickelt, auf der die wichtigsten Nummern vermerkt werden können. Die handliche Karte passt in jedes Portemonnaie und kann kostenlos hier heruntergeladen werden.

(Verbraucherzentrale B.-W.)


 


 

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