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Hansgrohe AG beendet 2008 mit Bestmarken bei Umsatz und Ertrag

„Trotz der sich seit 2008 in aller Welt rapide verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbuchen wir das abgelaufene Geschäftsjahr auf der Habenseite“, zog Siegfried Gänßlen, Vorstandsvorsitzender der Hansgrohe AG, anlässlich der Vorstellung des Geschäftsberichts 2008 am gestern in Stuttgart eine zufriedene Bilanz. „Gegen den allgemeinen Trend in der Sanitärbranche haben wir 2008 dank der fortgesetzt guten Zusammenarbeit mit unseren Partnern bei Umsatz und Ergebnis erneut Zuwächse erzielt und neue Bestmarken erreicht. In nahezu allen Märkten haben wir weiter Anteile hinzugewonnen und unsere Position verbessert.“ Insgesamt liegt der Nettogesamtumsatz des weltweit tätigen Schiltacher Armaturen- und Brausenspezialisten mit 668 Mio. Euro in 2008 um gut ein Prozent – währungsbereinigt um zwei Prozent – über dem Vorjahresumsatz von 661 Mio. Euro; das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg infolge des verlangsamten Umsatzwachstums, des starken Euros und der ungünstigen Preisentwicklung für Energie und Rohstoffe nur leicht auf 131,4 Mio. Euro (2007: 130,7 Mio. Euro) an.

Dabei hat das innovative Schiltacher Traditionsunternehmen im zweiten Jahr in Folge mehr Umsatz mit Armaturen als mit Brausen gemacht – bei konstantem Wachstum in beiden Segmenten. „Damit hat sich die Hansgrohe AG als anerkannter Marktführer bei Brausen in der Spitzengruppe der international führenden Armaturenhersteller festgesetzt und ist auf dem Weg zum Komplettanbieter deutlich vorangekommen“, betonte der Hansgrohe-Chef. „Mit dem Neubau unserer Armaturenfabrik in Offenburg, die wir im Oktober 2008 in Betrieb genommen haben, sind auf der Produktionsseite die Voraussetzungen geschaffen, um diese Position mit unserer Innovations- und Qualitätsstrategie ‚Made in Germany’ weiter auszubauen.“

Das Gros des 2008 erzielten Wachstums entfiel dabei auf die ersten sechs Monate. Im zweiten Halbjahr haben sich die Folgen der Finanzmarktkrise auch auf die Entwicklung der Sanitärbranche ausgewirkt. Angesichts des Einbruchs der Konjunktur in vielen Teilen der Welt sind im dritten und besonders im vierten Quartal die Auftragseingänge spürbar zurückgegangen. Dies galt vor allem für die Märkte, die wie die USA, Spanien und England bis heute besonders unter der Finanzmarktkrise und den Folgen eines überhitzten Immobilienmarkts zu leiden haben. „Die positive Geschäftsentwicklung in Nord- und Osteuropa sowie im Fernen Osten hat dies zwar ausgleichen können“, so Siegfried Gänßlen. „Aber das Wachstumstempo hat ebenso in den so genannten Emerging Markets an Dynamik verloren, selbst wenn die Hansgrohe Gruppe hier – wie etwa in der Region Asien/Pazifik sowie in Osteuropa – erneut zweistellig zulegen konnte.“

In der Tat hat der „Global Player aus dem Schwarzwald“ auch 2008 sein Umsatzplus im Auslandsgeschäft erzielt. Jenseits der deutschen Grenzen kletterte der Nettoumsatz um zwei Prozent auf 531 Mio. Euro (2007: 521 Mio. Euro) und trug damit 80 Prozent zum Gesamtumsatz bei (2007: 79 Prozent). Der Inlandsumsatz lag mit 137 Mio. Euro knapp unter dem Vorjahresniveau (2007: 140 Mio. Euro). Dabei konnten aber die Marktanteile bei Brausen und Armaturen noch einmal ausgebaut werden.

Das rasante Wachstum der Hansgrohe AG, das dem Unternehmen in den letzten fünf Jahren einen Umsatzsprung von rund 56 Prozent beschert hat, ist im Wesentlichen auf die weitere Forcierung der Innovationskraft, den Ausbau der internationalen Marktbearbeitung und des Channel Managements sowie die Optimierung von Kostenstrukturen und Produktivität zurückzuführen. „Wohl kaum ein anderes Unternehmen der Sanitärindustrie“, so ist Siegfried Gänßlen überzeugt, „hat in den letzten Jahren so viel in Sachen innovative Technologien und innovatives Design geleistet wie die Hansgrohe AG. Nicht ohne Grund belegt unser Unternehmen im Ranking des International Forums Design den ersten Platz innerhalb unserer Branche.“ Aber auch in punkto Internationalisierung sei das Unternehmen überaus aktiv. Tatsächlich hat der Bad- und Sanitärspezialist im Rahmen seines Programms „Hansgrohe Global Speed“ im abgelaufenen Geschäftsjahr in Indien und Argentinien zwei neue Tochtergesellschaften gegründet. Gleichzeitig hat die Hansgrohe Gruppe die Gründung drei weiterer Vertriebsgesellschaften in Kroatien, Mexiko und Australien vorbereitet, die in den ersten Monaten 2009 an den Start gegangen sind. In Südafrika wurde mit der Akquisition des seitherigen Distributors die Basis für den Ausbau der Region Afrika geschaffen.

„In Deutschland haben wir im letzten Jahr die Rekordsumme von 28 Mio. Euro investiert“, so Siegfried Gänßlen, „zum einen in den Ausbau unserer Fertigungskapazitäten und unseres Innovationspotentials, zum anderen in zahlreiche Rationalisierungsprojekte in Produktion und Logistik , um Prozesse zu verschlanken und damit Kostenstrukturen zu verbessern. Auf die Einführung von hochmodernen RFID (Radio Frequency Identification)-Technologien sind wir besonders stolz, denn wir sind die ersten in der deutschen Sanitärindustrie und einer der ganzen wenigen Mittelständler hierzulande, die diese Technik mit Erfolg einsetzen.“ Insgesamt realisierte der Armaturen- und Brausenspezialist 2008 im Rahmen seines international verankerten Effizienzsteigerungsprogramms „Hansgrohe Plus 21“ Einsparungen im Millionenbereich, die die massiven Steigerungen der Preise für Rohstoffe und Energie teilweise ausgleichen konnten.

Auf dieser Grundlage ist trotz der drastisch verschlechterten konjunkturellen Rahmenbedingungen die Zahl der Beschäftigten in Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr mit über 2.050 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Stichtag am 31. Dezember 2008 weitgehend konstant geblieben. Demgegenüber waren vor allem bei Hansgrohe Nordamerika im zweiten Halbjahr Anpassungen des Personalstands in Reaktion auf den Geschäftsverlauf unvermeidlich. In der Folge liegt nach Jahren stetigen Personalwachstums die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die am 31. Dezember 2008 weltweit für die Hansgrohe Gruppe tätig waren, mit rund 3150 Beschäftigten unter der Stichtagszahl des Vorjahres.

„Auch für die Zukunft bleibt unser Ziel“, betonte Siegfried Gänßlen, „über profitables, internationales Wachstum die Marktposition des Unternehmens weiter zu stärken. 2009 ist ein schwieriges und herausforderndes Jahr. Aber wir haben in den letzten Jahren zusammen mit unseren Kunden und Partnern eine solide Basis geschaffen, um auch in der momentanen Situation Marktanteile zu gewinnen und gestärkt aus der Krise hervorzugehen.“ Dies gilt umso mehr, als die Hansgrohe Gruppe mit einem wahren Feuerwerk an Innovationen in das Jahr 2009 gestartet ist. Insbesondere die in Form und Funktion neuartigen Komplettprogramme Hansgrohe PuraVida und Axor Urquiola unterstreichen die Innovationsstärke und Designkompetenz des Bad- und Sanitärspezialisten. Gleichzeitig ist das Unternehmen mit seiner EcoSmart- und Pontos AquaCycle-Technologie besser als andere aufgestellt, um der wachsenden Nachfrage nach umwelt- und ressourcenschonenden Produkten gerecht zu werden.

Das Unternehmen Hansgrohe mit Stammsitz in Schiltach/Schwarzwald hat sich in seiner 108jährigen Firmengeschichte innerhalb der Sanitärbranche den Ruf als einer der Innovationsführer in Technologie und Design erworben. Mit seinen Armaturen, Brausen und Duschsystemen schafft die Hansgrohe AG die Originale, die das Bad funktionaler, komfortabler und schöner machen. Nicht von ungefähr finden sie sich in prominenten Prestigeprojekten wie im Kreuzfahrtriesen „Queen Mary II“, im Terminal 5 des Heathrow Airports in London, im Deutschen Reichstag und im Bundeskanzleramt in Berlin, in den Yoo Luxusapartments in New York oder im Hotel Carlton in Sankt Moritz. 2008 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen Marken Axor, Hansgrohe, Pharo und Pontos einen Umsatz von rund 668 Mio. Euro (2007: 661 Mio. Euro). Weltweit beschäftigt die Hansgrohe Gruppe heute rund 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon etwa zwei Drittel im Inland. Das Unternehmen, das intensiv gegen Plagiate und Ideenklau vorgeht, produziert in sechs deutschen Werken, in Frankreich, in den Niederlanden, in den USA und in China.

(Redaktion)


 


 

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