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ICM Registry

xxx-Domains - Kassenschlager in der Pornoindustrie

Die neuen .xxx-Domains, die seit März 2012 verfügbar sind, entwickeln sich für die Verwalterfirma ICM Registry zu einem Kassen- schlager, wie thedailybeast.com berichtet. Das Unternehmen des bri- tischen Geschäftsmannes Stuart Lawley soll allein in diesem Jahr rund 200 Mio. Dollar Umsatz mit der Vergabe machen.

Andere in jüngerer Vergangenheit eingeführte Top Level Domains (TLD) können mit solchen Einnahmen bei Weitem nicht konkurrieren. Einzelne Premium-.xxx-Domains kosten mehrere hunderttausend Dollar. "Die Zahlen, die kursieren, kann ich nicht bestätigen, da wir mit den .xxx-Domains nichts zu tun haben. Vermutlich sind sie aber mit Vorsicht zu genießen, da hier auch Marketing-Interessen dahinterstehen. Dass die triple-x-Domains der Vergabestelle Gewinne bescheren, steht aber wohl außer Frage", sagt nic.at-Geschäftsführer Richard Wein gegenüber pressetext. Zumindest finanziell und was die Zahl der neuen Registrierungen angeht, ist .xxx die erfolgreichste TLD, die in jüngerer Vergangenheit eingeführt wurde.

Garant für hohe Nutzung ist auch ein Triple-X nicht

"Domains wie .tel oder .museum sind hier eindeutig gescheitert. Allerdings sind viele Registrierungen und hohe Preise noch kein Garant für eine hohe Nutzung einer TLD", so Wein. Lawley selber schätzt, dass mittlerweile etwa zehn Prozent des gesamten Porno.Traffic im Netz über seine TLD abge- wickelt wird, was allerdings sehr optimistisch scheint. Der Mindestpreis für eine xxx-Adresse beträgt 63 US-Dollar, vielversprechende Namen wie Gay.xxx können aber durchaus bis zu 300.000 Dollar pro Stück und Jahr einbringen. Das ist ungefähr das zehnfache des Mindestpreises bei klassischen TLDs wie .de oder .com. Bisher wurden laut Lawley bereits mehr als 230.000 triple-x-Domains verkauft. ICM hat sich die Vergaberechte vorerst für zehn Jahre gesichert.

Die Porno-Industrie hat sich anfangs gegen die neuen .xxx-Adressen gewehrt, aus Angst vor einfacher Blockierung und schlechtem Image. Lawley erklärt aber, dass sein Unternehmen viele Anstrengungen unternimmt, um die xxx-Seiten von Malware und Spam freizuhalten. Neben Porno-Dienstleistern haben aber auch viele Privatpersonen und Unternehmen aus ganz anderen Branchen teils große Summen ausgegeben, um sich xxx-TLDs mit ihrem Namen zu sichern. Damit wollen sie Missbrauch verhindern.

Amazon und Google investieren Millionen ins TLD-Geschäft

Einige Domain-Zwischenhändler machen sogar Werbung mit Slogans wie "Schützen Sie ihren Markennamen". Der Erfolg dieser aggressiven Strategie wird das Interesse bei künftigen TLD-Neuvergaben wohl zusätzlich in die Höhe treiben. "Gewinne zu erwirtschaften ist für viele Bewerber das oberste Gebot. Große Firmen wie Amazon oder Google investieren Millionen in die Verwal- tungsrechte für neue TLDs und hoffen zumindest indirekt auf Gewinne", erklärt Wein. Lawley hat bereits angekündigt, dass auch er sich um neue TLDs bewerben wird. Mit .sex, .porn und .adult bleibt er seiner Linie dabei treu.

(Redaktion)


 


 

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