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Energie und Geld sparen

Im Büro machen sich sparsame Computer, Monitore und andere Geräte schnell bezahlt

Wer einen sparsamen Computer kauft, schont also nicht bloß die Umwelt, sondern spart auch Geld. 151 Euro Stromkosten verursacht ein ineffizienter Zocker-PC im Jahr, ein effizientes Gerät gleicher Klasse kommt auf 46 Euro, ein sparsames Notebook für Einsteiger auf vier Euro. Die Zahlenbeispiele stammen von der Initiative EcoTopTen des Öko-Instituts Freiburg, diese Bestenliste steht auf einer Homepage. Zugrunde liegt eine Betriebsdauer von vier Stunden am Tag. Weil die Geräte im Büro meist acht Stunden und mehr pro Tag laufen, kann über fünf Jahre ein Öko-Gerät sogar so viel Strom einsparen, dass damit der Kaufpreis komplett bezahlt werden kann. Besonders wenn ein ganzer Schwung Geräte gekauft wird, lohnt für Firmen der Vergleich.

Flachbildschirme sind nicht nur Platz sparender und strahlungsärmer als Röhrenmonitore, sondern verbrauchen auch rund zwei Drittel weniger Strom. Auch die Auswahl an besonders energiesparenden Modellen, die die Anforderungen des Labels Energy Star erfüllen, ist größer geworden. Es gibt kaum noch Modelle auf dem Markt, die die Grenzwerte nicht einhalten. Andererseits zeichnen sich darunter einige Geräte bereits durch besonders gute Energieverbrauchswerte aus. Daher bietet EcoTopTen des Öko-Instituts Freiburg jetzt eine Marktübersicht zu Flachbildschirmen, die die Grenzwerte des Energy Stars um mindestens 30 Prozent unterschreiten.

Den Trend hin zu größeren Bildschirmdiagonalen bewertet Dr. Dietlinde Quack vom Öko-Institut kritisch. Vor wenigen Jahren wurden noch überwiegend 17- Zoll -Geräte verkauft. Wegen des Preisverfalls haben jetzt aber größere Modelle den höchsten Absatz. Mit der Größe des Bildschirms steigt in der Regel auch die Auflösung. Je mehr Bildpunkte jedoch durchleuchtet werden, desto größer ist auch der Energieverbrauch. Im Extremfall darf ein 22-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 1920x1200 Pixeln nach den Kriterien des Energy Stars bis zu 65 Watt im Betrieb verbrauchen. Bei einer angenommenen täglichen Nutzung von drei Stunden im Betrieb, drei Stunden im Stand-by und 18 Stunden ausgeschaltet sind dies rund 80 Kilowattstunden im Jahr. Ein typischer EcoTopTen-19-Zoller mit einer Auflösung von 1280x1024 Pixeln kommt dagegen nur auf 37 Kilowattstunden. Das entspricht einer Einsparung von aktuell rund 9,40 Euro. Wobei die realen Zahlen je nach Strompreis und Nutzung (Zeit und Helligkeitseinstellung) zwar anders sind, aber Unterschiede beim Verbrauch zwischen den Geräten bestehen bleiben.

Monitore im Büro

Beispiel für den Bürobetrieb: Bei der aktuellen Bestenliste liegen die Kosten beim sparsamsten Widescreen-20/21-Zöller bei 56 Euro pro Jahr, beim teuersten bei 223 Euro. Aufgelistet werden zehn Geräte. Die meisten der vom Öko-Institut getesteten Geräte dieser Größe verbrauchen für rund 70 Euro Strom pro Jahr. Wenn pro Jahr 50 Euro gespart werden und der Monitor 300 Euro kostet, finanziert sich ein sparsames Gerät sozusagen selbst. Und das Unternehme, in dem der Monitor genutzt wird, schont die Umwelt.

Die vollständige Marktübersicht zu den EcoTopTen TFT gibt es online unter www.ecotopten.de.
Dort gibt es auch weitere Empfehlungen und Tipps unter anderem zu Druckern und PC.

EcoTopTen ist eine groß angelegte Kampagne für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die Wissenschaftler eine Auswahl an hochwertigen, so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern. Sie finden sie im Internet auf www.ecotopten.de unter der Rubrik „Produktempfehlungen“. Bis Ende 2010 folgen insgesamt 20 aktuelle Marktübersichten, die nächste zu Kühl- und Gefriergeräten. Das EcoTopTen-Forschungsprojekt wurde bis März 2007 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, die EcoTopTen-Kampagne vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Stiftung Zukunftserbe. Seit Oktober 2007 wird EcoTopTen von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Medienpartner ist das Monatsmagazin „natur & kosmos“.

(Redaktion)


 


 

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