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IMMO 2010

Expertengespräch zur IMMO 2010

Am 6. und 7. März 2010 findet in der Messehalle 1 der Messe Freiburg zum dritten Mal die führende Messe rund ums Thema Immobilien im Land statt: Die IMMO spricht zukünftige Bauherren, Investoren, Eigentümer und Wohnungssuchende gleichermaßen an und bildet den Immobilienmarkt in der Region umfassend ab.

Dass dieser Markt ein ganz besonderer Markt ist, erklären der Vizepräsident des Immobilienverbands Deutschland IVD, Hugo W. Sprenker, und der Geschäftsführer der Sparkassen-Immobilien-Gesellschaft in Freiburg, Thomas Schmidt, im IMMO-Expertengespräch.

FWTM: Herr Schmidt, Herr Sprenker, was unterscheidet den Immobilienmarkt in und um Freiburg von anderen Regionen in Deutschland?

Th. Schmidt: Freiburg ist eine Zuzugsregion. Experten sehen bundesweit keine Engpässe am Wohnungsmarkt. Nur in Freiburg und München ist die Situation anders. Das schlägt sich natürlich auf die Preise nieder. In Freiburger Spitzenlagen werden neue Wohnungen zum Quadratmeterpreis von bis zu 6000 Euro angeboten. Das hätten wir vor Jahren nicht für möglich gehalten, doch es gibt eine Klientel in diesem Segment.

H. W. Sprenker: Wir laufen derzeit in eine Wohnungsknappheit hinein. In Freiburg entstehen jedes Jahr rund 1000 neue Arbeitsplätze, das zieht einen Bedarf von 800 neuen Wohnungen im Jahr nach sich. Gleichzeitig zögern viele potenzielle Verkäufer mit dem Verkauf, da sie den Banken nicht mehr wie bisher vertrauen und ihre Verkaufserlöse nicht in Wertpapiere investieren wollen. Sie halten lieber ihre Immobilien.

FWTM: Nun findet die dritte IMMO in Freiburg statt. Braucht es solch eine Messe? Immobilienanzeigen stehen ja auch in der Zeitung drin.

H. W. Sprenker: Die große Stärke dieser Messe ist, dass der Interessent hier den ganzen Markt unter einem Hallendach überblicken und vergleichen kann und in direkten Kontakt mit den Anbietern kommt. Das ist etwas ganz anderes, als eine Hausmesse bei einem einzelnen Unternehmen. Wir spüren das, die Leute kommen auf der Messe auf uns zu, fragen nach und suchen die Beratung. Und die Beratung ist beim Immobilienkauf heute das A und O!

Th. Schmidt: Das ist die Attraktion dieser Messe: Vom Neubau über die gebrauchte Immobilie, Gewerbeimmobilien bis hin zum Finanzierungsberater ist hier eine große, breit angelegte Palette von über 90 Ausstellern am Start. Dazu kommen die immer vollbesetzten Vorträge im Rahmenprogramm, zuletzt rund 7.500 Besucher und die parallel zur Immo stattfindende GET: Wer bei der IMMO beispielsweise eine Altbauwohnung findet, kann sich bei der GET gleich die energetische Sanierung dazu zusammenstellen. Ein besseres Forum zu einem Thema, über das man vielleicht nur einmal im Leben entscheiden will und kann, kann ich mir nicht vorstellen!

FWTM: Viele Menschen wollen sich beim Thema Immobilienkauf die „Maklergebühren“ sparen und tun sich auf dem freien Markt um. Welche Risiken gehen sie damit ein?

Th. Schmidt: Unsere Erfahrungen über viele Jahre hinweg haben gezeigt: Wenn eine Wohnung oder ein Haus privat angeboten wird, dann liegt der Preis in der Regel 20 bis 30 Prozent über dem Marktwert des Objekts. Das ist das Sechsfache der Maklergebühr, die man für eine fundierte und reelle Beratung zahlen muss. Keine zwei Immobilien sind identisch, da braucht es Erfahrung und Sachverstand, wenn man nicht auf die Nase fallen will beim Kauf!

H. W. Sprenker: Man muss wissen, was man tut und warum man eine Immobilie kaufen oder verkaufen will. Und es gibt viele Dinge auf die man beim Kauf achten muss, die Lage, der Zustand, Energiekosten und so weiter. Ohne kompetente Beratung kann man da als Käufer viel Geld in den Sand setzen!

FWTM: Wie lief das Jahr 2009 für die regionale Immobilienbranche, wie sehen sie die Entwicklungen am Markt im laufenden Jahr?

H. W. Sprenker: 2009 war ein sehr spannendes Jahr! Wir konnten zum Beispiel im Spitzensegment im Bereich der Immobilienauktionen, einem noch jungen, aber wachsenden Geschäftssegment, schöne Erfolge erzielen. Alle waren positiv überrascht, die Wirtschaftskrise hat praktisch keine Auswirkungen auf den Immobilienmarkt gezeigt.

Th. Schmidt: Im Gegenteil: Wir wurden von Interessenten im Kapitalanlegerbereich regelrecht überrannt. Entsprechend positiv gestimmt gehen wir ins neue Jahr, wobei es jetzt noch etwas früh ist, um bereits Tendenzen auszumachen. Aber das Angebot und das Bauland sind knapp, wir hoffen für 2010 auf eine überdurchschnittliche Nachfrage.

FWTM: Vielen Dank für das Gespräch!

Die IMMO findet am 6. und 7. März 2010 in der Halle 1 der Messe Freiburg statt und ist bei freiem Eintritt täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Ein informatives Rahmenprogramm mit Fachvorträgen rund um das Thema Immobilien ergänzt die umfangreiche Palette der diesjährigen IMMO.

(FWTM)


 


 

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