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Fondsbörse Deutschland

Immobilien sorgen für Umsatzboom

Der Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland verzeichnete im Oktober einen wahren Umsatzboom. Insgesamt wechselten Beteiligungen im Wert von rund 12 Millionen Euro den Besitzer - fast doppelt soviel wie im Oktober des Vorjahres.

Dabei deutlich zu spüren: Angesichts der anhaltenden Turbulenzen an den Kapitalmärkten stieg die Nachfrage nach Immobilienbeteiligungen. So lagen die Immobilienfonds in diesem Monat - trotz teils beachtlichem Preisniveau im Schiffsbereich - bei Durchschnittskurs und Handelsvolumen deutlich vorn. Kurssieger des Monats war wie im September der DG Anlage Einkaufs- Center-Fonds zu aktuell 205,5 Prozent.

Das Handelsvolumen am Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland übertraf im Oktober die bereits beachtlichen Vormonatsumsätze noch einmal deutlich. Insgesamt wurden rund 12 Millionen Euro nominal umgesetzt. Dabei entfielen rund 2 Millionen Euro auf das Premium-Segment und rund 10 Millionen Euro auf das Standard-Segment. Dabei ebenso überraschend wie erfreulich: Mit dem Spitzen-Durchschnittskurs von 114,6 Prozent verwiesen die Immobilienfonds die Schiffsbeteiligungen mit vergleichsweise niedrigen 86,7 Prozent Durchschnitts- preis auf den zweiten Platz. Auch bei der Umsatzverteilung lagen die Immobilien mit einem Umsatzanteil von rund 82 Prozent nachhaltig vorn.

Der Grund: Zahlreiche, insbesondere institutionelle Anleger setzen angesichts der anhaltenden Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten derzeit verstärkt auf Immobilien. Aber auch viele Privatanleger gewichten aktuell ihre Depots um. Während einige geschlossene Beteiligungen verkaufen, um in geldmarktnähere Anlageformen zu investieren, setzen andere ebenfalls verstärkt auf "Betongold" - Trends, die für einen Umsatzboom am Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland sorgen.

USA-Fonds von CFB: 6,8 Millionen US-Dollar in einem Stück zu 149 Prozent

Trotz Immobilienkrise in den USA stehen profitable US-Fonds immer noch weit oben auf der Wunschliste der Anleger. Das zeigte im Oktober spektakulär der Verkauf eines 6,8 Millionen US-Dollar-Anteils am CFB Fonds East Building New York Midtown Manhattan zu 149 Prozent des Nominalkapitals. Die Auszahlungen des Fonds, der in eine Class-A-Büroimmobilie in New York investiert, liegen seit Jahren über 8,5 Prozent jährlich. Überraschend: Ein kleiner Anteil des Fonds (30.000 US-Dollar) war ebenfalls im Oktober für nur 125 Prozent zu haben.

Deutsches Einkaufscenter wieder Kurssieger

Den Kurssieger stellte im Oktober wie Vormonat der DG Anlage Einkaufs-Center- Fonds zu aktuell 207 Prozent des Nominalkapitals. Damit lag der Kurs sogar noch über dem Septemberpreis von 201 Prozent. Ein weiterer nennenswerter Einkaufscenterfonds: Der DB Real Estate Immobilienfonds 12 Main-Taunus- Zentrum erzielte im Oktober einen Durchschnittskurs von 110,2 Prozent der Einlagesumme. Dabei wechselten fünf Anteile im Wert von 680.000 Euro nominal den Besitzer.

Schiffe: Teure Schiffe trotzen Immobilien-Dominanz

Trotz der Immobilienfonds-Dominanz im Oktober gab es auch bei den Schiffs- beteiligungen eine Reihe erfreuliche Handelsabschlüsse. Insgesamt 15 Beteiligungen wechselten zu 100 Prozent und mehr den Besitzer. Die Spitzenreiter: Zweimal zu 150 Prozent gehandelt wurde die Hansa Treuhand- Beteiligung MS Hansa Oldenburg. Der Containerfeeder zählt dabei ebenso wie die Massengutfrachter Ideenkapital Navalia 09 MS Port Moresby & MS Port Melbourne - zweimal zu 135 Prozent gehandelt - zu den alten Bekannten. Unwesentlich preiswerter war das MS Northern Delicacy, eines der kleineren Containerschiffe des Hamburger Emissionshauses Norddeutsche Vermögen, zu 130 Prozent.

Doch die rückläufigen Entwicklungen am Welthandel - rund 95 Prozent aller Güter werden über Schiffswege transportiert - schlagen sich auch in den Kursen am Zweitmarkt nieder. "Käufer sind sehr zurückhaltend geworden und kaufen mit Bedacht ein", kommentiert Alex Gadeberg, Vorstandsmitglied der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG. Gadeberg weiter: "Besonders betroffen sind derzeit Bulker. Hier erwarten wir im 4. Quartal sowie auch im ersten Quartal des kommenden Jahres einen deutlichen Rückgang der Kurse."

Quelle: Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG

(Redaktion)


 


 

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