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Industrie im Südwesten baute im April im Vergleich zum Vorjahr 26800 Arbeitsplätze ab

Die globale Wirtschaftskrise hinterläßt immer stärkere Bremsspuren bei der Personalentwicklung der Südwestindustrie. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes ging im April 2009 die Zahl der Industriebeschäftigten im Land im Vergleich zum April des Vorjahres kräftig um 26 800 auf 1 062 400 Personen zurück ( ‑ 2,5 Prozent). Der zu Jahresbeginn zunächst noch moderate Beschäftigtenabbau hat damit inzwischen deutlich an Tempo zugelegt - mehr Menschen verloren ihren Job.

Auch im Vormonatsvergleich kam es erneut zu einem Personalrückgang. So waren im April 8 800 Personen weniger in der Südwestindustrie beschäftigt als noch im Vormonat März ( ‑ 0,8 Prozent). Der ansonsten übliche Frühjahrsaufschwung blieb in diesem Jahr aus. Insgesamt beschäftigten die Industriebetriebe im Zeitraum Januar bis April 2009 durchschnittlich 1 073 300 Personen, und damit 14 000 weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum ( ‑ 1,3 Prozent).

Die kräftige Talfahrt der Industrieumsätze setzte sich auch im April 2009 fort. Die Südwestindustrie verbuchte damit bereits den siebten Monat in Folge massive Umsatzeinbrüche. Mit nominal 17,1 Milliarden Euro blieben im April die Industrieumsätze um beachtliche 8,5 Mrd. Euro hinter dem Vorjahresergebnis zurück ( ‑ 33 Prozent). In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres gingen die Umsätze der Industriebetriebe so stark zurück wie noch nie: Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum brach der Umsatz um 27,1 Prozent oder 25,7 Mrd. Euro ein, und ging damit auf 69,2 Mrd. Euro zurück. Hierbei nahm der Inlandsumsatz (35,9 Mrd. Euro) um 9,8 Mrd. Euro ( ‑ 21,5 Prozent) ab. Der Auslandsumsatz (33,3 Mrd. Euro) brach mit einem Minus von 15,9 Mrd. Euro noch weit stärker ein ( ‑ 32,3 Prozent). Die Exportquote der Südwestindustrie lag im bisherigen Jahresverlauf 2009 bei 48,1 Prozent (zum Vergleich 2008: 51,8 Prozent).

Mit Industrie ist bei dieser Statistik das verarbeitendes Gewerbe einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden definiert. Neben den Industriebetrieben zählen dazu auch verarbeitende Handwerksunternehmen ab 50 Beschäftigte.

(Redaktion)


 


 

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