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Industrie in der Region Südlichen Oberrhein hat zu kämpfen

Der Wirtschaftsabschwung vollzieht sich mit hoher Geschwindigkeit. Besonders betroffen ist die Industrie. Diese schätzt ihre aktuelle Lage, laut IHK-Indikator deutlich schlechter ein als die anderen untersuchten Branchen. Nahezu jedes zweite Industrieunternehmen in der Region beurteilt seine wirtschaftliche Lage mittlerweile als schlecht.

Mit einem Indikatorwert von -39,8 wird ein historischer Tiefpunkt erreicht. Das letzte
Mal wurde ein ähnlich negativer Wert vor 16 Jahren realisiert. Die Nachfrageschwäche aus dem In- und Ausland hat die Industrie zu erheblichen Produktionseinschränkungen gezwungen.

Dies hat zu einer spürbar rückläufigen Kapazitätsauslastung geführt (69 Prozent).
Die Industrie reagiert darauf mit einer weiteren Reduzierung ihrer Investitions- und
Personalpläne. Die geplanten Inlandsinvestitionen sind,
wie die nachfolgende Graphik zeigt, kontinuierlich rückläufig. In der Umfrage zum
Frühsommer 2009 geben 60 Prozent der Befragten an, dass sie ihre Investitionen in
den nächsten 12 Monaten weiter reduzieren wollen.

Der Export von Waren ist weiterhin Konjunkturbremse.
Die starken Verflechtungen in der EU bedingen, dass insbesondere der Export in die EU-Länder in den kommenden 12 Monaten weiter dar nieder liegen wird und zwar stärker als in die Länder Südosteuropas, Russlands, Nord- und Lateinamerikas sowie Asiens.

Aber auch in dieser Branche keimt die Hoffnung auf, dass der Abschwung im Laufe des Jahres an Tempo verlieren und die Talsohle durchschritten werden kann.
So stabilisiert sich die erwartete Geschäftsentwicklung.
Obwohl dies auf sehr niedrigem Niveau (niedriger als im Mittel über alle Branchen) geschieht, ist der seit Anfang 2007 andauernde Abwärtstrend damit vorerst gestoppt.
Daneben stabilisieren sich die Auftragseingänge aus dem In- und Ausland.

Gegenüber der vorherigen Umfrage ist bei beiden Indikatorgrößen eine geringe Verbesserung zu verzeichnen. Dies geschieht auf sehr niedrigem Niveau, was bedeutet, dass die Anzahl derer, die mit sinkenden Aufträgen rechnen immer noch deutlich die Anzahl derer übersteigt, die von steigenden Auftragseingängen ausgehen.

(DIHK)


 


 

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