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Antivirenprogramme

Wer schützt am besten vor Angriffen aus dem Internet?

Internetpiraten kapern Computer, erpressen die Eigner und räumen deren Konten ab. Ihr bevorzugtes Ziel sind Windows-Computer. Schutz dagegen bieten Sicherheitsprogramme. Der Test zeigt: Nur wenige Programme wehren Schädlinge aus dem Internet zuverlässig ab. Manche Hersteller haben den Test kritisiert.

Die Stiftung Warentest hat auf die Kritik reagiert. 

G Data reagiert am schnellsten

Den besten Virenschutz bietet G Data. Das Programm reagiert am schnellsten auf neue Bedrohungen. Am langsamsten erkennt Trend Micro neue Schadprogramme. Im Test standen nach drei Wochen gerade mal 2 von 25 aktuellen Schädlingen in der Signaturliste auf dem PC. Solche Trödelei ist brandgefährlich für Windows-Rechner. Schließlich ändern Internetpiraten ständig die Signaturen ihrer Schädlinge.

Kaspersky und Bitdefender wachen am besten

Wollen Schädlinge auf den Rechner, kommt es auf die Wächter- und Scannerfunktion an: Der Wächter läuft permanent im Hintergrund. Verhalten sich Programme verdächtig, schlägt er Alarm. Zum Beispiel wenn Schädlinge den Antivirenschutz auszuschalten versuchen oder zusätzliche Software aus dem Internet laden. Im besten Fall löscht der Wächter den Schädling umgehend. Schafft er das nicht, verschiebt er ihn in die Quarantäne. Dort kann der Schädling nichts mehr anrichten. Kaspersky und Bitdefender bewachen sehr aufmerksam die Aktivitäten verdächtiger Dateien.

Ein Rundum-Sorglospaket gibt es nicht

Der Dateiscanner durchforstet die Festplatte nach Schädlingen. Er gleicht die Dateien mit der Liste der Virensignaturen ab. Im Test mussten die Programme 1 800 aktuelle Schädlinge auf dem Computer finden und löschen. Kein Programm spürte alle auf. Das Rundum-Sorglospaket gibt es also nicht. Immerhin: Avira und G Data fanden 96 Prozent der Schädlinge, Trend Micro ohne Internetverbindung nur 36 Prozent. Grund: Trend Micro lagert die neuesten Signaturlisten auf sogenannten Cloudservern im Internet. Hat der PC keine Internetverbindung, fehlen ihm diese Signaturen. Das Problem: Wer unterwegs einen verseuchten USB-Stick ins Notebook steckt, kann sich trotz Schutzprogramm infizieren.

Eset liefert beste Firewall

Kostenpflichtige Sicherheitspakete enthalten Brandmauern (Firewalls). Im besten Fall schützen sie den Rechner vor Hackerangriffen und kontrollieren den ausgehenden Verkehr auf verdächtige Datenpakete. Der Test der Firewalls zeigt: Viele arbeiten schlechter als die im Betriebssystem Windows 7 eingebaute Firewall. Sie schneidet im Test befriedigend ab. Die Firewalls von Bullguard, Check Point, F-Secure, McAfee, Norton und Panda hingegen sind nur ausreichend. Die zuverlässigste Firewall liefert Eset.

Kostenlose sparen Platz und Geld

Einige Pakete beanspruchen viel Speicherplatz und verlangsamen den PC spürbar. Besonders viele Ressourcen brauchen Bitdefender, G Data, McAfee, Trend Micro. Alternative für schwache Rechner: ein kostenloses Programm. Gratisprogramme belegen meist weniger Speicher und schonen die Ressourcen – auch im Portmonee.
Tipp: Wenn Sie trotzdem ein Paket kaufen möchten, sollten Sie in ein Geschäft gehen. Der Download ist meist teurer und der Vertrag verlängert sich automatisch. Zum Beispiel bei McAfee: Der Download kostet 60 Euro – die Box-Version ist dagegen für unter 20 Euro zu haben.

Experten im Chat

Die test-Experten Marcus Pritsch und Stephan Scherfenberg sind für Sie im Chat auf test.de – am Mittwoch, 18. April, von 13 bis 14 Uhr. Sie können schon jetzt Ihre Fragen stellen.

Quelle: Stiftung Warentest

(Redaktion)


 


 

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