REGIONALWÄHRUNG "Freitaler"
Jens Mannheim ist der Initiator einer spannenden 100 Tage FreiTaler Kennen Lern Aktion!
Freiburg. Jens Mannheim bewirbt sich bei Absolventa um 600 Euro im Rahmen des 1. demokratischen Stipendiums, um hierüber ein weiteres Freitaler-Projekt finanziell anzuschieben. Nach Ablauf des "Geld - Experiments" kommt der Betrag einem sozialen Projekt zugute! Was ist die Idee des Regiogeldes und nicht zuletzt auch der eigentlich Sinn des Geldes selbst? Hier die Hintergründe seines spannenden Projektvorhabens...
Jens Mannheim über sein Projekt:
Geiz ist geil…
Taler, Taler Du musst wandern, von der einen Hand zur andern!
…Geist ist aber noch viel geiler!
Begründung der Antragstellung:
Auf den folgenden Seiten werde ich darstellen, wofür und wie ich das Geld des 1. demokratischen Stipendiums einsetzen werde und warum ich 600 Euro als einen Teilbetrag der insgesamt zur Verfügung stehenden 25.000 Euro erhalten möchte. Geld, das am Ende einem sozialen Zweck zufließt.
Allem voran folgende Erklärung zu den Hintergründen meines Projektvorhabens: Die alles entscheidende Frage ist nicht, was ich mit dem Geld mache, sondern was mit dem Geld passiert, das ich erhalte und ausgebe?!
„Lass Dein Geld für Dich arbeiten“ heißt es so schön. Genau das möchte ich tun! Mein Ziel ist es hierbei aber nicht, aus 600 Euro in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Geld herauszuschlagen. Ich möchte vielmehr aufzeigen, wie Wertschöpfungsketten entstehen, wer daran beteiligt ist und was für eine entscheidende Rolle Geld dabei spielt. Hierzu schicke ich mein Geld auf Wanderschaft.
Taler, Taler Du musst wandern, von der einen Hand zur andern, heißt es auch schon in einem bekannten Kinderreim. Nicht ich allein bin es, sondern der Zusammenschluss einer Reihe von ganz unterschiedlichen Personen(-gruppen) sind es, die im Wirtschaftsraum einander benötigen und füreinander da sein müssen, damit es zu einer intakten Wirtschaftsstruktur kommen kann!
Das Geld stellt bei diesen Wertschöpfungsketten den Dreh- und Angelpunkt sämtlicher Wirtschaftsaktivitäten dar. Ich gehe dabei von der Grundannahme aus, dass das Geld die genialste Erfindung unseres Wirtschaftssystems ist und der Mensch mit dieser Erfindung die Möglichkeit für sich und seine Umwelt geschaffen hat, einen Austausch zu ermöglichen, den es in dieser Form in der Vergangenheit
noch nie zuvor gegeben hat.
Die Zeiten in denen der Müller zum Frisör ging, um dort für seinen Haarschnitt mit dem von ihm erzeugten Mehl zu bezahlen, beziehungsweise zu tauschen, sind vorbei. Das Geld gestattet ein optimales Wirtschaften und ermöglicht die Teilhabe an wirtschaftlichen Aktivitäten. Vorausgesetzt allerdings, das Geld ist in ausreichender Menge vorhanden und kann von den Betreffenden eingesetzt werden. Das Geld sorgt bei Knappheit also auch für Schwierigkeiten. In Zeiten nationaler und internationaler
Finanzkrisen stellt es zudem die gesamte Weltwirtschaft vor eine enorme Zerreißprobe. Diese Herausforderung gilt es aus Verantwortung zukünftiger Generationen gegenüber, zu meistern!
Die Menschen haben das Geld erfunden und somit sind es auch die Menschen, die das Geld weiterentwickeln und es zu einem Instrument nachhaltiger Wirtschaftsprozesse gestalten können. Während unsere Euro und Dollar heutzutage sowohl bar, als auch virtuell über den gesamten Erdball zirkulieren, wähle ich mir für mein Geldexperiment bewusst eine räumlich überschaubare Örtlichkeit
aus, in der das Geld nicht abwandern kann, als bares Zahlungsmittel existiert und es mir dadurch ermöglicht den Weg nachvollziehbarer und für alle transparent zu machen. Neben der Grundannahme, dass das Geld für das Zusammenspiel und den Austausch von Waren und Dienstleistungen eine fantastische Erfindung ist, gehe ich weiter davon aus, dass wir für ein intaktes Gesamtsystem sowohl die Globalisierung, als auch die Regionalisierung benötigen. Globalisierung und Regionalisierung stehen hier gleichwertig nebeneinander und bilden zusammen eine sich sinnvoll und nachhaltig ergänzende Einheit.
Für mein Geldexperiment tausche ich das Stipendiengeld in Höhe von 600 Euro in ein sog. Regiogeld um. 600 Euro in 600 FreiTaler (www.breisgau-geld.de). Weitere 300 Euro lege ich aus meiner eigenen Tasche drauf. Der Wert der insgesamt 600 Euro bleibt weiterhin erhalten, nur die Funktionsweise dieser auch als Komplementär-währungen bekannten Regiogelder ist eine andere und ermöglicht mir einen größeren und spannenderen Handlungs- und Experimentierspielraum (www.regiogeld.de).
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Es gab auch bereits am 20.09.09 einen Fachtag zum Regiogeld in der Aula des Südwestrundfunks Freiburg, der mit über 120 Teilnehmenden auf ein großes Interesse bei der Zuhörer/Innenschaft gestoßen ist, siehe auch www.regiogeld-veranstaltung.de.
Man darf gespannt sein wie das Geldexperiment ausfallen wird...
Mit freundlichen Grüßen,
Jens Mannheim
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