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Berufswettbewerb

Junge Winzer aus Oberkirch sind unter den Besten

Unter 1000 Teilnehmerin aus dem Weinbau sind sie mit bei den Besten. Die beiden Winzer Simon Huber und Kilian Huber landeten auf Platz vier und fünf beim Bundeswettbewerb der grünen Berufe. Teilgenommen haben daran 11 000 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Oberkircher Winzergenossenschaft ist stolz, in ihren Reihen so erfolgreiche junge Menschen zu haben. Geschäftsführer Markus Ell übermittelte Glückwünsche und Geschenk.

Die jungen Oberkircher Winzer hatten beim Bundesentscheid auf Weingut Schloss Proschwitz in Meißen/Sachsen drei praktische Aufgabe sowie einen schriftlichen Prüfungsteil zu bewältigen. Hierbei galt es den Rebstock mittels Spatendiagnose zu beurteilen sowie die Anlage, auf ihre Wüchsigkeit einzuschützen. Es mussten fünf Weine angesprochen sowie eine Betriebsführung in Form eines Erst-Audits bewältigt werden. Die beiden Winzer hatten im Rahmen einer glanzvollen Abschlussveranstaltung auch Gelegenheit, die Oberkircher Weine zu präsentieren.

Kilian Huber hat beim Weingut Stadt Lahr und Schloss Neuweier gelernt. Er hatte von Kind an Berührung mit den Weinbergen im elterlichen Betrieb von Ludwig und Hildegard Huber in Bottenau, in den er jetzt als Winzer mit eingetreten ist. Als nächstes macht er seinen Meister auf der Hochburg im Kreis Emmendingen.

Simon Huber hat auf dem Weingut Schloss Ortenberg und im Weingut Graf Metternich in Durbach gelernt. Er bezeichnet sich selbst als „Quereinsteiger“. Seine Neigung zum Weinbau konnte er als Jugendlicher im Weingut seiner Tante und Onkels, Rosemarie und Herbert Haas in Ödsbach entdecken. Er ist jetzt auf dem Weg zum Weinbautechniker in Weinsberg. Für die Zukunft wünscht er sich einen Aufenthalt im Ausland und später eine verantwortungsvolle Tätigkeit in der Weinwirtschaft.

Nach dem Landesentscheid, bei dem nur die ersten beiden Gewinner weiterkommen, haben sich Kilian und Simon Huber für den Bundesentscheid qualifiziert, der eine für Württemberg über die Schule in Weinsberg, der andere im Badischen. Für Simon Huber ist der Winzer mehr als ein Beruf. Es ist die Landschaft, die alles verbindet. Für ihn gibt es keinen vielfältigeren Beruf. Kilian Huber sieht sich über den Winzerberuf eng mit der Natur verbunden. Für ihn gibt es nichts Schöneres als im Rebberg zu stehen und ins Tal zu schauen hinein in die prachtvolle Ortenauer Landschaft. „Jedes Jahr hat neue Herausforderungen. Und im Herbst braucht man gute Nerven.“

Geschäftsführer Markus Ell gratulierte den beiden Absolventen zu ihrem großartigen Erfolg. „für uns ist das auch eine Bestätigung, dass der Weinbau in Oberkirch Zukunft hat.“ Über den Jungwinzerverein werden alljährlich Exkursionen, Weinproben, Betriebsbesichtigungen und Veranstaltungen zu aktuellen Themen angeboten. „Damit wollen wir den Austausch untereinander fördern und das Wir-Gefühl stärken,“ sagt Ell. Es soll Transparenz geschafften werden, und dem Winzer draußen Hintergrundwissen vermittelt werden. „Denn die Winzergenossenschaft ist der Betrieb der Winzer. Eine WG besteht aus vielen kleinen Weingütern. Die Winzerfamilien leisten die Hauptarbeit.“ Dieses Oberkircher Modell ist beispielhaft für Baden. Parallel dazu gibt es auch einen Winzerkreis, der die älteren Winzer einschließt. Diese Aktivitäten helfen mit, die Qualität Oberkircher Weine dauerhaft zu sichern und zu steigern.

(Redaktion)


 


 

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