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Weichen Richtung "Zukunft"

Bierdeckelhersteller Katz bekennt sich ganz klar zu Kurprinz in Großschirma

Im Dezember 2009 drohte dem Bierdeckelproduzenten „Kurprinz“ aus Großschirma noch das Aus durch Insolvenz. Im Januar 2011 werden für das sächsische Traditionsunternehmen nun die Weichen zuverlässig in Richtung „Zukunft“ gestellt.

„Wir haben uns entschlossen, am Standort Großschirma festzuhalten und alle 37 befristeten Arbeitsplätze in unbefristete Arbeitsverhältnisse umzuwandeln,“ erklärt Daniel Bitton. Der Geschäftsführer der Katz GmbH & Co. KG im badischen Weisenbach steht zugleich auch der sächsischen Tochter vor. In enger Abstimmung mit dem Mutterkonzern, der Koehler Paper Group AG in Oberkirch, steht das Jahr 2011 ganz im Zeichen von Investitionen in Sanierung und Instandhaltung. 

Diese hat man in 2010 auch schon bei Katz vorgenommen. „In den vergangenen Monaten haben wir das vom Mutterkonzern eingestellte Budget zur Modernisierung unserer Produktionsanlagen genutzt,“ erklärt Daniel Bitton. Der Geschäftsführer der Katz GmbH & Co. KG erläutert, wie die Mittel verwendet wurden: „Die alte Trockenhaube, die noch aus den 60-er Jahren stammte, wurde durch eine neue ersetzt und auch die Wärmerückgewinnungsanlage ist nach fast 50 Jahren endlich komplett erneuert worden. Ferner wurde das Produktionsgebäude isoliert, wir haben ein neues Hallendach sowie einen neuen Hallenkran angeschafft und das Kanalsystem für den geschlossenen Wasserkreislauf unserer Produktion wurde komplett saniert.“

Alle Maßnahmen bedeuten in Sachen Energie- Effizienz einen echten Quantensprung: „Wir haben mit diesen Investitionsmaßnahmen nicht nur dafür gesorgt, dass unser Team endlich unter deutlich angenehmeren Arbeitsbedingungen arbeitet, wir haben auch einen Schritt dahingehend vollzogen, dass wir unsere Pappenproduktion so nachhaltig als möglich ausbauen,“ fasst Geschäftsführer Daniel Bitton zusammen. 

Dieses Ziel strebt Bitton auch für Großschirma an. Das im Jahr 2005 von Katz gekaufte Holzschliffpappe-Unternehmen soll möglichst rasch den gleichen Qualitätsstandard des Rohstoffs wie in Weisenbach produzieren können: „Großschirma soll bis Ende 2013 eine Kapazität von 10.000 bis zu 12.000 Tonnen Holzschliffpappe haben,“ so Bitton. Die sukzessive Ausweitung der Geschäftsfelder über die Bierdeckelproduktion hinaus in die Bereiche Industrie (z.B. Trittschalldämmung) und „Creative“ (Werbemittelproduktion) bewertet Bitton als bislang erfolgreiche Erweiterung des Kerngeschäfts: „Und dafür müssen wir unsere Ressource Holzschliffpappe sicherstellen.“
Mit dem Ausbau der Kurprinz-Produktion will Katz künftig auf den Zukauf von Holzschliffpappe verzichten. Insgesamt soll die Gruppe in 2014 rund 32.300 Tonnen des Rohstoffs selbst produzieren. Für 2011 sind insgesamt 28.600 Tonnen geplant. Aber auch beim Umsatz – 2010 beschloss man mit 42,5 Millionen Euro und einem Umsatzwachstum um fünf Millionen Euro –soll bis 2014 zugelegt werden: „Wir planen mittelfristig auf 50,4 Millionen Euro zu kommen,“ so Daniel Bitton.
Zu den drei Offset-Druckmaschinen und den vier Stanzmaschinen hat sich im vergangenen Jahr eine leistungsfähige Digitaldruckmaschine gesellt: „Wir haben aus der Geschichte unseres Unternehmens gelernt und sehen unsere Zukunft in der Kombination von Produktion und Dienstleistung,“ erklärt Bitton. Beides versieht man bei Katz mit so viel Nachhaltigkeit wie nur möglich: „Wir haben die gesamte Wertschöpfung am jeweiligen Standort, wir sind mit unseren Produkten ökologisch korrekt und können somit auch unsere Kunden in deren Nachhaltigkeitsbestrebungen unterstützen.“

(KATZ Group)


 


 

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