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Kernkraftwerk Philippsburg

Block 2 wird für vorsorgliche Wartungsarbeiten vorübergehend abgefahren

Der Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg (KKP 2) wird in der Nacht von Freitag auf Samstag (29./30. Juli 2011) abgefahren und vorübergehend vom Netz genommen.

Während des Stillstandes werden elektronische Baugruppen eines
bestimmten Typs vorsorglich geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht, weil derzeit nicht restlos ausgeschlossen werden kann, dass sie defektanfällig sind. Die hierfür erforderlichen Arbeiten können nur bei abgefahrener Anlage durchgeführt werden. Diese Vorgehensweise ist mit der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, abgestimmt und wird von den behördlich beauftragten Gutachtern überwacht. Die EnBW bringt damit ihr sicherheitsgerichtetes Verhalten zum Ausdruck, das sich in der Maxime „Sicherheit geht vor Wirtschaftlichkeit“ widerspiegelt.

Ausgangspunkt für die Prüfarbeiten ist eine Störung an drei elektronischen Baugruppen des gleichen Typs, die sich auf die gleiche Ursache – den Defekt eines Bauteils der Baugruppen – zurückführen lässt. Die drei betroffenen Baugruppen sowie alle an gleicher Stelle eingesetzten Baugruppen dieses Typs wurden bereits ausgetauscht. Diesen Sachverhalt hatte der Betreiber von KKP 2, die EnBW Kernkraft GmbH, der Aufsichtsbehörde am 7. Juli 2011 fristgerecht gemeldet und die Öffentlichkeit darüber informiert. Die Meldung wurde vorläufig in die Kategorien N (Normalmeldung) und INES 0 (keine oder geringe sicherheitstechnische Bedeutung) eingestuft und liegt damit unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala zur sicherheitstechnischen Bewertung von Ereignissen in Kernkraftwerken (INES). Das nach Abfahren der Anlage startende Prüfprogramm für anderweitig eingesetzte, vergleichbare Baugruppen des betroffenen Typs soll eine Wiederholung der aufgetretenen Störung ausschließen.

Der Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg ist ein Druckwasserreaktor mit einer elektrischen Leistung von 1.468 Megawatt. Die Anlage ging 1984 in Betrieb und hat im Jahr 2010 rund zwölf Milliarden Kilowattstunden Strom produziert.

Informationen zu Meldepflichtigen Ereignissen sind auf den Internet-Seiten der EnBW Kernkraft GmbH unter www.enbw.com/kernkraft nachzulesen.

(Energie Baden-Württemberg AG)


 


 

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