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Heilige Kommunikation

Papst gibt Internet seinen Segen

Trotz der mitunter recht konservativen Haltung, steht die katholische Kirche dem Internet immer offener gegenüber. Im Rahmen des World Communications Day 2012 bescheinigte Papst Benedikt XVI öffentlich den großen Nutzen des World Wide Web für die menschliche Kommunikation.

Der geistige Führer von mehr als einer Mrd. Katholiken weltweit hebt vor allem die Möglichkeiten des Internets hervor, Menschen bei der Suche nach Antworten auf zentrale Fragen des Lebens zu helfen.

Bei all dem unaufhörlichen "Gechatte" müsse aber auch noch Zeit für Ruhe und Besinnlichkeit bleiben, so das Kirchenoberhaupt.

"Suchmaschinen und soziale Netzwerke sind zum kommunikativen Ausgangspunkt für viele Menschen geworden, die auf der Suche nach Ratschlägen, Ideen, Informationen und Antworten sind", zitiert der Guardian den "Heiligen Vater".  Dieser sieht im Web ein zumindest potenziell vielversprechendes "Forum für Hilfesuchende".

"Der Prozess der Kommunikation wird heutzutage hauptsächlich durch Fragen auf der Suche nach Antworten angetrieben. Letztendlich legt der konstante Fluss an Fragen auch die Rastlosigkeit der Menschen offen, unaufhörlich nach Wahrheiten zu suchen, die ihrem Leben Sinn und Hoffnung geben können", ergänzt der Papst.

Stille statt Reizüberflutung

Gleichzeitig zeigt sich Benedikt XVI aber auch besorgt, was das Ausmaß der virtuellen Online-Kommunikation betrifft und ruft generell dazu auf, sich mehr Zeit für Ruhe und Besinnlichkeit zu nehmen: "Die Leute werden heute oft geradezu von Informationen und Antworten auf Fragen bombardiert, die sie eigentlich gar nie gestellt haben."

Der Reizüberflutung aus dem Netz müsse deshalb eine größere Wertschätzung von Stille und Schweigen gegenübergestellt werden. "Stille ist ein wesentliches Element der Kommunikation. Sie ist unverzichtbar, um Wichtiges von Unnützem und Nebensächlichem zu unterscheiden", betont der Papst.

Online-Offensive des Vatikans

Das Verhältnis der katholischen Kirche zum Thema Internet hat sich im Laufe der vergangenen Jahre grundlegend gewandelt. Während einzelne Kirchenvertreter moderne Kommunikationsmittel à la Facebook anfänglich noch geradewegs verteufelt hatten, hat der Vatikan inzwischen bereits selbst eine eigene Online-Offensive gestartet.

Zu dieser gehören neben speziellen Kanälen auf YouTube oder Twitter unter anderem auch die Webseite Pope2You, die auch in Form einer Facebook- und iPhone-App zur Verfügung steht.

(FN)


 


 

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