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Progress-Werk Oberkirch AG

Konzern - Ergebnis 2008

Oberkirch. Die börsennotierte Progress-Werk Oberkirch AG meldet heute zwar einen Umsatzeinbruch für das Jahr 2008, jedoch auch einen neuen Großauftrag über 100 Millionen Euro aus der Autoindustrie.

Zwar ist das Konzern-Ergebnis für die Aktiengesellschaft Progress-Werk Oberkirch 2008 positiv, aber im vierten Quartal hat es einen starken Einbruch bei dem Automobilzulieferer gegeben: Im Geschäftsjahr 2008 erzielte der Konzern insgesamt einen Umsatz von 260 Mio. Euro (im Vorjahr 260) und eine Gesamtleistung von 264 Mio. Euro (Vorjahr 262,6). Das EBIT lag mit 7,7 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 16,7 Mio. Euro und unter dem Ergebnis der ersten neun Monate 2008 von 11,0 Mio. Euro. Der Umsatz brach laut PWO im November und Dezember stärker ein als erwartet. Darüber hinaus belasteten einmalige Sonderaufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro aus der Veräußerung der Anteile an einem Joint-Venture in China. Künftig wird der Konzern dort mit einem eigenen Produktionsstandort vertreten sein.

Positive Ergebnisse in 2008 wurden am deutschen Standort Oberkirch sowie trotz eines insgesamt schwachen nordamerikanischen Marktes, auch am Standort Kitchener, Kanada erzielt. An beiden Standorten wurden Kosten gesenkt. Eine deutliche Belastung des Konzern-EBIT resultierte aus dem Ergebnis des tschechischen Standortes. Hier mussten einerseits im Rahmen der Serien An- und Hochläufe des neuen Presswerkes zusätzliche Anlaufkosten verkraftet werden. Zudem hat sich di e tschechische Krone erheblich abgewertet, was ungünstig ist. Auch der mexikanische Standort blieb aufgrund der Restrukturierungsaufwendungen in den roten Zahlen. In China hat PWO den Aufbau des dortigen Standortes weiter fortgesetzt, der Anlaufverlust belief sich im Geschäftsjahr 2008 wie geplant auf rund 1 Mio. Euro.

Für das Geschäftsjahr 2009 lasse laut PWO die aktuelle Unsicherheit über die Entwicklung der Automobilproduktion keine seriöse Umsatz- und Ergebnisprognose zu. Positiv ist ein aktueller Großauftrag über insgesamt 100 Mio. Euro. Nachdem 2007 ein führender internationaler Automobilkonzern PWO mit der Entwicklung und Fertigung des europäischen Volumens der Modulträger für eine neue globale Fahrzeugplattform nominiert hatte, erhielt die Firma nun einen weiteren Großauftrag. Ein deutscher Premium-Hersteller wählte PWO als Lieferant für seine Volumen-Plattform aus. Das Gesamtvolumen dieses Auftrages liegt bei über 100 Mio. Euro und sorge laut PWO auch in Zukunft für eine hohe Auslastung der beiden europäischen Standorte der AG. Der Serienhochlauf ist für das Jahr 2011 geplant.

Hintergrund: Gefertigt werden bei PWO unter anderem Gehäuse für Motoren und Elektronik, Komponenten für Airbags und Module für das Cockpit . Gegründet wurde PWO 1919. In 2008 arbeiteten 1914 Mitarbeiter bei dem Unternehmen in Fabriken in Oberkirch (dort 1118), Kanada, Tschechien, Mexiko und China. Die Aktie hatte ein 52-Wochen-Hoch bei 32,10 Euro - heute liegt sie bei ungefähr der Hälfte.

(Redaktion)


 


 

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