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Konzerne verdienen an Atommüll - Moralisch verwerflich...

Wenn es um die Liberalisierung und damit um intensiveren Wettbewerb der Gas- und vor allem der Strommärkte geht, schaut die Politik den Energiekonzernen zunehmend kritisch auf die Finger.

Die Folgen sind spürbar. Vormachtstellungen der vier großen Versorger Eon, RWE, EnBW und Vattenfall werden abgebaut, kleinere Mitbewerber kommen mit günstigeren Preisen auf den Markt. Ausgerechnet aber bei allen Aufgaben rund um die Atommüll-Endlager müssen die Konzerne sich bis heute nicht um Ausschreibungen scheren. In diesen Fällen wird nicht ausgeschrieben, Wettbewerb findet nicht statt. Als die Verträge Ende der 70er-Jahre unter anderen Vorzeichen erstellt wurden, hat die Politik nicht zukunftsweisend gehandelt. Das könnte den politischen Erben jetzt um die Ohren fliegen. Denn noch schlimmer als fehlender Wettbewerb ist der Umstand, dass die Konzerne an dem Atommüll, den sie selbst verursachen, auch noch Millionen verdienen. Moralisch ist das verwerflich. Spätestens jetzt, wo die Angelegenheit öffentlich ist, sollten die Unternehmen reagieren.

(ots / Björn Godenrath )


 


 

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