Sie sind hier: Startseite Südbaden Finanzen
Weitere Artikel
Volksbank Offenburg

Kundenzulauf in turbulenten Zeiten - gestärktes Firmenkreditgeschäft

Offenburg. Der Vorstandsvorsitzende Richard Bruder und sein Vorstandskollege Markus Dauber haben Anfang Januar erste Zahlen für das Geschäftsjahr 2008 der Volksbank Offenburg vorgelegt. In den turbulenten letzten Monaten, so Bruder, hätten sich die Volksbanken als ein Hort der Stabilität erwiesen. Sein Institut habe im Einlagengeschäft deutlich zulegen und auf der Kreditseite allen wirtschaftlich tragfähigen Kundenwünschen entsprechen können.

Insgesamt wurden 235 Millionen Euro an Neukrediten ausgegeben.
Besonders erfolgreich war die Volksbank Offenburg im Firmengeschäft, wo die Neuzusagen um rund 14 Prozent auf 211 Millionen Euro anwuchsen.
Auch das Neugeschäft im Wohnungsbau ist trotz schwieriger Immobiliensituation mit einem Wachstum von 6,4 Prozent dynamisch verlaufen.

Das gesamte Kreditvolumen betrug zum Jahresende 2008 1,076 Milliarden Euro zuzüglich offener, nicht in Anspruch genommener Kreditlinien über 270 Millionen Euro. Das Einlagengeschäft wuchs um 37 Millionen Euro auf jetzt 1,2 Milliarden Euro. Bruder stellte einen deutlichen Zufluss von anderen Banken fest (circa 27
Millionen Euro) und konstatierte außerdem Umschichtungen der Kunden aus Wertpapierdepots in Bankeinlagen.

Die Bilanzsumme hat sich auf 1,65 Milliarden Euro belaufen, 2,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Das Wertpapiergeschäft war, der Situation entsprechend, schwierig. Der Wertpapierumsatz blieb zwar mit 358 Millionen Euro auf  Vorjahreshöhe, aber in
diesem Umsatz sind sowohl Käufe als auch Verkäufe enthalten und zum ersten Mal waren die Verkäufe höher als die Käufe. In den ebenfalls zum Provisionsgeschäft gehörenden Bereichen Lebensversicherung, Bausparen
und private Krankenversicherung waren die Ergebnisse die in der Geschichte der Volksbank bislang besten.

Das operative Ergebnis der Volksbank bezeichnete Bruder als respektabel. Die Coast-Income-Quote wird voraussichtlich bei 63,8 Prozent liegen, das Betriebsergebnis vor Bewertung wird die Ein-Prozent-Marke erreichen.
Auch ist das Risikoergebnis im Kreditgeschäft moderat ausgefallen.
Das Zinsgeschäft hat sich in etwa auf Vorjahresniveau gehalten, das Provisionsgeschäft stieg deutlich um 0,5 Millionen Euro auf 14,4 Millionen Euro.
Natürlich habe die Krise auch auf das Ergebnis der Volksbank
übergegriffen, so Bruder, immerhin hat man 300 Millionen Eigenanlagen.

Hier muss mit Kursverlusten gerechnet werden.
Die Bewertungen werden im Moment erstellt, konkret konnte Bruder noch nicht werden. Er konnte allerdings sagen, dass alles aus dem Jahresergebnis bezahlt wird. Die Volksbank wird Steuern abführen und weitere Rücklagen bilden. Die Dividende wird voraussichtlich in Vorjahreshöhe ausfallen. Man wird keine Reserven angreifen müssen.

Das haftende Eigenkapital liegt bei 120 Millionen Euro, der Solvabilitätskoeffizient
bei 12,5 statt der gesetzlich geforderten acht Prozent.
Der Beschäftigtenstand stieg um zehn auf 330 Mitarbeiter, darunter sind 20 Auszubildende.

(DIHK)


 


 

bank
volksbank
offenburg
kunden
firmenkredit
steuern
rücklagen
zinsen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "bank" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

1 Kommentar

von voba0815
10.03.09 20:27 Uhr
Volksbanken in Turbulenzen

Das Spitzeninstitut der Volksbanken, die DZ Bank hat durch risikoreiche Geschäfte Milliardenverluste erlitten. Diese werden die Volksbanken -auch diese Bank- als "Kapitalspritze" an die DZ Bank zu tragen haben. Somit sind auch die Mitglieder/Kunden der Volksbank davon betroffen. Ganz besonders die Geschädigten der DG Fonds. Von denen hat die Volksbank satte Provision abkassiert, die DZ Bank die Einlagen eingesammelt, so ist den Geschädigten ein Verlust über 500 Millionen Euro entstanden. Der aus dem Artikel hervorgehende Optimismus ist also keinesfalls gerechtfertigt. Im Gegenteil die maroden Geschäfte der DZ Bank gehen weiter und werden für die Volksbanken noch weitere Fässer ohne Boden aufmachen.

 

Entdecken Sie business-on.de: