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  • 16.04.2012, 13:23 Uhr
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Landesvater auf Tournee

Ministerpräsident Kretschmann bereist den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

Dass es ihm gefallen würde, das hat er vorher schon gewusst und mitteilen lassen: Bereits am Vortag seiner Kreisbereisung durch das Markgräflerland und den Hochschwarzwald ließ Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Die Grünen) durch sein Staatsministerium mitteilen, dass der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald so ganz nach seinem Geschmack sei:

Die Region sei „ein attraktiver Wirtschaftsstandort und eines der beliebtesten Urlaubsziele Deutschlands“, so der Landesvater am Tag vor seiner Tour durchs Freiburger Umland. Er kennt die Gegend gut, da er hier schon oft mit seiner Frau zum Wandern unterwegs war, erzählte er dann am Donnerstagabend vor Ort in Heitersheim im Markgräflerland.

Zusammen mit Landrätin Dorothea Störr-Ritter (DCU) und der südbadischen Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer (parteilos) besuchte Kretschmann die Kommunen Titisee-Neustadt, Heitersheim und Eschbach. Er traf sich mit Bürgermeistern, Abgeordneten, Schulleitern, Vertretern aus Tourismus und Landwirtschaft, besuchte eine integrative Kindertagesstätte für behinderte und nicht behinderte Kinder in Heitersheim („ein großes Erlebnis für mich“), diskutierte mit Kreistagsabgeordneten und Sozialpolitikern aus der Region über die Familien- und Jugendpolitik im Landkreis, die er als „stilbildend“ für das ganze Land lobte, und besichtigte die Müllverbrennungs- und Energieerzeugungsanlage des Landkreises TREA im Gewerbepark Breisgau, bevor am Ende des Mammutprogramm in Heitersheim noch ein Bürgerempfang mit rund 700 Gästen auf dem Stundenplan Kretschmanns stand. Er wolle von den Bürgern wissen, was die aktuellen Themen im Kreis sind, was die Probleme der Menschen seien und was man als Landesregierung tun könne, um die Menschen vor Ort zu unterstützen, so Kretschmanns Motto.

Bürger sind gewaltfrei aber streitbar

In Heitersheim lobte der Ministerpräsident am Abend das Engagement der Menschen in der Region in Sachen Bahnlärm als vorbildliches Beispiel eines bürgerschaftlichen Engagements, das so ganz nach dem Geschmack der grün-roten Landesregierung ist: gewaltfrei, aber streitbar, so wünscht sich Kretschmann „seine“ Bürgerschaft. „Auch wenn so etwas nicht immer ein Zuckerschlecken ist“. An der Politik des viel beschworenen „Gehörtwerdens“ führe eben kein Weg vorbei. Dass der Bund für den Trassenausbau der Rheintalbahn länger brauche als die Schweiz, geißelte Kretschmann als „Blamage“. Dass das Land für den zusätzlichen Lärmschutz beim Bahnausbau 125 Millionen Euro drauflegen wird mache ihn „nicht glücklich“, sei aber unerlässlich im Sinne einer menschenverträglichen Bahntrasse, so Kretschmann weiter. „Noch einmal machen wir so etwas nicht, schließlich sind Bahntrassen Sache des Bundes“, schimpfte der Ministerpräsident in Richtung Berlin.

(Ralf Deckert)


 


 

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