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MAN fängt im Korruptionsskandal nur kleine Fische

Im Schmiergeldskandal bei MAN hat der Ombudsmann des Konzerns trotz zahlreicher Hinweise aus der Belegschaft bisher kaum strafrechtlich relevante Fälle ausmachen können. Bereits am Mittwoch war Meldeschluss für das im Mai gestartete Amnestieprogramm zur Aufklärung der Affäre.

Erst am Donnerstag wurde bekannt, dass sich bis Mittwoch zwischen 200 und 300 Beschäftigte gemeldet hatten, die zum Fall aussagen wollen (wir berichteten). Die Ergebnisse sind bisher jedoch eher dürftig. „Ich habe keinen einzigen wirklich großen, relevanten Fall dabei“, sagt der Münchner Rechtsanwalt Jan Olaf Leisner. „Das Allermeiste ist Kleinkram und strafrechtlich irrelevant. Die Großen kommen aber noch“, versprach Leisner. Mit Beschuldigten, gegen die bereits ermittelt wird, spricht bisher nur die Staatsanwaltschaft.

Die Fahnder gehen indes davon aus, dass die Zahl der Beschuldigten noch weiter steigen soll. In Deutschland soll zwischen den Jahren 2002 und 2005 rund eine Million Euro Schmiergeld geflossen sein, im Ausland etwa 15 Millionen. Bei der Million handle es sich um die Gesamtsumme der an Privatpersonen gezahlten Provisionen, so Leisner. Selbst in kritischen Fällen, von denen Mitarbeiter berichtet hätten handle es sich aber maximal um Beträge zwischen 500 und 750 Euro. „Ich habe keinen Ahnhaltspunkt, dass das eine größere Dimension annimmt“, sagt der Ombudsmann weiter.


(Redaktion)


 


 

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