15.02.2012  10:44 Uhr

Erster Marketingtag der Handwerkskammer
Das „bunte Ei“ macht den Unterschied: „Seien Sie auffallend anders als andere“

Südwestfalen. Mitarbeiterbegeisterung werde, prognostizierte der Redner, die größte Herausforderung der Zukunft sein. Dass manche Betriebe schon in dieser Zukunft angekommen sind, machte der Unternehmensberater an Beispielen von Firmen deutlich, die mit attraktiven Zusatzangeboten versuchen, Mitarbeiter für ihr Unternehmen zu gewinnen.

Erster Marketingtag der Handwerkskammer mit spritzigen Ideen zur Mitarbeiter- und Kundenbegeisterung

Arnsberg (hwk). Inspirierend. Motivierend. Unterhaltsam. Auf den Punkt gebracht eine „bunte Mischung“ an Informationen bot der erste Marketingtag Südwestfalen im bbz Arnsberg. Kreative Praxisbeispiele, sachliche Vorträge mit vielfältigen Impulsen, Erfahrungsaustausch und neue Erkenntnisse - gebündelte Vielfalt mit Ideen für den Marketing-Mix, der für das Handwerk besonders interessant ist. Ein „buntes Ei“ also, das sich ganz bewusst durch die gesamte Veranstaltung zog.

Denn wie man sich als Betrieb als „buntes Ei“ unter der Masse weißer Eier gekonnt abhebt, das machte Motivationstrainer Ralf Strupat in seinem launig-ernsthaften Einstiegsvortrag an mitunter überraschenden Beispielen aus dem Alltag deutlich. Der Unternehmensberater mit Entertainerqualitäten stellte die Begeisterung von Kunden und Mitarbeitern nicht nur in den Mittelpunkt seiner bühnenreifen Show, sondern begeisterte selbst und nahm die Zuhörer mit auf eine „Geschäftsreise“ der besonderen Art. 

Solide Informationen über Marktentwicklungen, Verdrängungswettbewerbe und Zukunftstendenzen mischte er mit Anregungen und der direkten Aufforderung zur Umsetzung, pointiert verpackt in Geschichten aus dem Leben.

„Wer begeistert, gewinnt mehr Kunden und motivierte Mitarbeiter.“ Eine Erkenntnis, die eines voraussetzt: „Kundenbegeisterung funktioniert nur, wenn es Ihnen gut geht.“ Ansonsten wirken alle Bemühungen aufgesetzt. Nicht mehr nur der Preis, sondern wachsende Ansprüche an Qualität und Service zählen. Und daran gilt es zu arbeiten. Gerade die kleinen Gesten mit großer Wirkung machten das Besondere aus, so Strupat. 

Das kann die kostenlose Minibar im Hotel sein, die während der Übernachtung gereinigten PKW-Scheiben oder der – eigentlich selbstverständlich - Anruf, dass man sich beim Kunden verspätet. Wissen wir das nicht schon längst? Ja, aber: „Wir sind Wissensriesen und Umsetzungszwerge.“

Die Umsetzung fällt eben nicht immer leicht: „Wenn Sie etwas machen, dann aber bitte richtig“, warnte Strupat vor Halbheiten und ergänzte: „Es ist nicht entscheidend, dass wir etwas tun, sondern wie wir es tun.“ Davon aber hält uns zu oft eines ab: „Der härteste Klebstoff ist die Gewohnheit.“ Wer habe denn schon einmal mit seinem Mitarbeiter Verhaltensweisen trainiert?

Aber auch auf die richtige Einstellung kommt es an: „In Ihnen muss immer ein kleiner Funken der Begeisterung brennen.“ Und so müsse man sich immer mal wieder die Frage stellen, ob man für seinen Arbeitgeber noch „spannend“ sei – das gleiche gelte übrigens auch für den Lebenspartner.

Mitarbeiterbegeisterung werde, prognostizierte der Redner, die größte Herausforderung der Zukunft sein. Dass manche Betriebe schon in dieser Zukunft angekommen sind, machte der Unternehmensberater an Beispielen von Firmen deutlich, die mit attraktiven Zusatzangeboten versuchen, Mitarbeiter für ihr Unternehmen zu gewinnen.

Es ist das „bunte Ei“, das sich aus der Masse heraushebt: „Seien Sie auffallend anders als andere.“ Mit dieser Aufforderung im Hinterkopf ließen die rund 60 Teilnehmer am ersten Marketingtag Südwestfalen die anschließenden Vorträge von Fachreferenten der Zukunftsinitiative Handwerk NRW und Handwerkskammer auf sich wirken: 

Wie überzeuge ich mit Flyern und Broschüren, was macht eine gute Firmen-Homepage aus? Welche Chancen bietet Facebook bei der Vermarktung meiner Leistungen? Und welche rechtlichen Aspekte habe ich im Internet zu beachten? Wie werde ich für Fachkräfte und Azubis attraktiv, wie spreche ich die interessante Kundegruppe 50plus an? Aus der Praxis berichteten zwei Inhaber von Handwerksbetrieben: Markus Podzimek, Konditormeister aus Siegen, und Nikolaus Liesendahl, Tischlermeister aus Bielefeld. 

Geballte Informationen und die Erkenntnis: „Da kommen viele Hausaufgaben auf mich zu“, wie ein Besucher am Ende der gelungenen Veranstaltungspremiere deutlich machte.

Den Marketingtag verpasst, aber interessiert an diesen Themen? Im Rahmen der Zukunftsinitiative Handwerk NRW bietet die Marketingberaterin der Handwerkskammer Südwestfalen, Christine Kluge, im Frühjahr vier Workshops an. 

Das Programm und ausführliche Informationen gibt es bei HwKMitarbeiterin Simone von Stein, Telefon 02931/ 877-314, E-Mail: simone.vonstein@hwk-swf.de oder im Netz: www.lgh.de.


 

(Redaktion)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Handwerkskammer Südwestfalen



 


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