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Fa.Trumpf - Freiburg

Maschinenbauer rüstet im Abschwung für den Aufschwung

TRUMPF hat über 1.000 Mitarbeiter im Regierungsbezirk Freiburg. Jede dritte Maschine von Trumpf geht in Deutschlandüber die firmeneigene Leasinggesellschaft an den Abnehmer — eine der Maßnahmen, mit denen Trumpf dem derzeitigen Abschwung entgegentritt.

Ditzingen.- Der Werkzeugmaschinenbauer Trumpf sieht sich seit dem Sommer 2008 dem Ende einer langen Wachstumsphase im Maschinenbau gegenüber.

Das Geschäftsjahr 2007/2008 (30. Juni) verlief jedoch — als viertes hintereinander mit zweistelligen Zuwachsraten — noch einmal glänzend. Der Umsatz stieg um elf Prozent auf 2,14 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern um 13 Prozent auf 301 Millionen Euro. Die Umsatzrendite lag bei 14,1 Prozent (Vorjahr 13,7 Prozent).

Die Investitionen wuchsen um zehn Prozent auf 140 Millionen Euro, die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um elf Prozent auf 150 Millionen Euro. Trumpf schuf 700 neue Arbeitsplätze und beschäftigte zum Stichtag ziemlich genau 8.000 Mitarbeiter. Die Eigenkapitalquote liegt bei nahezu 50 Prozent.

Einen Abschwung stellt Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Trumpf- Geschäftsführung, seit dem Frühjahr ansatzweise, seit drei Monaten verstärkt fest. Der Umsatz des ersten Quartals des laufenden Geschäftsjahres ist gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent zurückgegangen. Trumpf reagiert mit diversen Maßnahmen, vor allem einer Innovationsoffensive in allen Geschäftsbereichen. So war man auf der Euroblech in Hannover, der für das Unternehmen wichtigsten Branchenmesse, mit neun neuen Maschinen vertreten. Vor einigen Wochen hat man auf der Fabtech in Las Vegas gute Erfolge erzielen können.

Mit seiner Personalpolitik kann Trumpf flexibel auf den Abschwung reagieren, die Arbeitszeitmodelle gleichen auch starke Schwankungen aus: Derzeit haben sich 180 Überstunden pro Mitarbeiter angesammelt, die nach und nach abgebaut werden können. Von den Leiharbeitern, die in der Boomphase beschäftigt wurden, wird sich Trumpf peu à peu trennen. Allerdings ist der Maschinenbauer nach wie vor auf der Suche nach qualifiziertem Personal, vor allem nach Ingenieuren und Informatikern. Auch wird Trumpf wie bisher alle Auszubildenden übernehmen. Die Investitionen will Trumpf hoch halten, ebenso die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus kann die Trumpfeigene Leasinggesellschaft den Kunden deren Einkäufe finanzieren. Schon jetzt least jeder dritte Kunde seine neue Trumpf-Maschine. Das Ditzinger Unternehmen rüstet sich so im Abschwung für den nächsten Aufschwung.

Im Regierungsbezirk Freiburg ist Trumpf an zwei Standorten vertreten. In Freiburg mit der Firma Hüttinger Elektronik, an der man zu 75 Prozent beteiligt ist. Hüttinger baut Prozessstromversorgungen beispielsweise für Beschichtungsanlagen zur Herstellung von Solarzellen, Flachbildschirmen und Wärmeschutzverglasungen sowie für Anlagen für die Induktionserwärmung.

Die Firma erzielte 134 Millionen Euro Umsatz, das waren elf Prozent mehr als im Vorjahr. Weltweit beschäftigt Hüttinger 630 Mitarbeiter, davon 440 in Freiburg. Circa zehn Prozent vom Umsatz werden für Forschung und Entwicklung aufgewendet.

In Schramberg sind bei der Firma Trumpf Laser GmbH & Co. KG (früher Firma Haas Laser) 633 Mitarbeiter tätig. Das Unternehmen baut Festkörperlaser beispielsweise für Anwendungen in der Automobil- und Medizintechnikindustrie sowie der Chipherstellung.

(Redaktion)


 


 

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